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Köthener Herbst 2023

Wo der Meister großen Schaffensdrang verspürte

Das Barockmusikfest „Köthener Herbst“ bringt die Wirkstätten Johann Sebastian Bachs aus den Jahren 1717 bis 1723 zum Klingen.

vonSabine Näher,

Johann Sebastian Bach ist der alle zwei Jahre stattfindende Köthener Herbst gewidmet. Er erinnert an Bachs hier verbrachte Jahre von 1717 bis 1723. Ob es sich dabei tatsächlich um die „wohl kreativste Zeit seines Schaffens“ handelt, wie es das Köthener Stadtmarketing verkündet, sei dahin gestellt. Als Kapellmeister am fürstlichen Hof von Anhalt-Köthen erlebte der spätere Thomaskantor zunächst eine künstlerisch beglückende Zeit, musste indes den privaten Schicksalsschlag des Todes seiner ersten Frau Maria Barbara im Juli 1720 verkraften. Doch Köthen wurde auch Schauplatz seiner zweiten Eheschließung mit Anna Magdalena Wilcke, die als Sopranistin an den Köthener Hof gekommen war.

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Kammermusik und Puppenspiel beim „Köthener Herbst“

Seinem durch das Wirken der Söhne und Schüler in die Welt getragenen musikalischen Vermächtnis spürt das Programm des kleinen Festivals diesmal nach mit Orgel-, Kammer- und Motettenkonzerten sowie einem Puppenspiel, das „eine humorvoll satirische Geschichte über Köthener Hofmusiker“ erzählt und „die Fürstenmutter Gisela Agnes im heiteren Porträt“ zeigt.

Stargäste sind Ton Koopman und seine Frau Tini Mathot, die gemeinsam mit Mitgliedern des Amsterdam Baroque Orchestra die Concerti für zwei Cembali und Streicher BWV 1061 und 1062 zur Aufführung bringen. Auch Thomasorganist Johannes Lang sowie der Knabenchor Hannover und das Barockorchester L’Arco Hannover unter Leitung von Jörg Breiding werden zu erleben sein.

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