Knapp 100 Meter westlich des Seeoner Sees mit Blick auf das Benediktinerkloster steht etwas erhöht ein prächtiger ehrwürdiger Baum von 17 Metern Höhe. Mozarteiche wird er genannt, weil angeblich Wolfgang Amadeus sich hier niederließ, wenn er aus Salzburg kam. Der Kontakt zu den Benediktinern aus der Abtei Seeon kam wohl deshalb zustande, weil die Ordensherren als Professoren an der Salzburger Benediktiner-Universität lehrten. Zudem hatten etliche Salzburger Handelsherren ihre Söhne im Seeoner Konvent und nahmen den Knaben Mozart bei ihren Besuchen öfters mit. An der Klosterorgel dürfte der Teenager auch zwei Offertorien komponiert haben, eines zum Benedictus Fest 1767. Grund genug, hier alljährlich ein Mozartwoche abzuhalten. Das Kloster steht auch für die deutsche Geschichte. Vor der Säkularisation ein Ort der Gelehrsamkeit, danach ein Kurbad. Unter den Nazis wurde hier eine SA-Schule betrieben und nach dem Zweiten Weltkrieg ein Nachkriegslazarett, später ein Flüchtlingslager.
Mozartwoche Kloster Seeon 2023
Wo „Wolferl“ sich erholte
Die Mozartwoche im oberbayerischen Kloster Seeon wandelt mit erlesener Kammermusik auf den Spuren ihres Namensgebers.
© Kloster Seeon
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