Was war zuerst da: die Freude am Parodieren oder an der Musik?
Marti Fischer: Definitiv die Musik und zwar in Form von Volks- und Wanderliedern. Meine Großeltern sind mit meinem Bruder und mir oft spazieren gegangen, und dabei haben wir gesungen. Mein Opa hat immer sehr humorvoll eine zweite Stimme erfunden, das habe ich ihm irgendwann nachgemacht. Später habe ich ein Keyboard bekommen, und dann ging es richtig los, auch mit Unterricht, wo meine musikalische Neugier mit Fachkenntnis unterstützt wurde.
Kommt daher Ihre Motivation, Musik zu vermitteln?
Fischer: Ich hatte das Glück, guten Unterricht zu bekommen. Allerdings ist der häufig teuer und dadurch nicht für alle zugänglich. Musik ist aber für alle da, sie ist die schönste und inklusivste Form der Kommunikation. Ich würde mir daher wünschen, dass der Staat in diesem Bereich noch mehr Angebote schafft. Währenddessen versuche ich, Musik zu erklären – so unterhaltsam wie möglich.
Arbeiten Sie auch mit klassischer Musik?
Fischer: Während meiner Jugend hat mich vor allem Schwarze Musik sehr geprägt wie Ragtime, Boogie, Jazz und Soul. Mittlerweile höre ich auch klassische Musik – zwar selten, aber immer mit großer Begeisterung. Das Repertoire ist natürlich sehr komplex, und ich brauche noch Zeit, mich tiefer einzuarbeiten. Ich habe vor einiger Zeit angefangen, ein improvisiertes Lied von Helge Schneider in eine Operettenarie zu verwandeln. In Richtung Klassik werde ich in Zukunft sicher noch mehr experimentieren!





