ONLINE-INTERVIEW

In der Welt von… Renaud Capuçon

In unserer Reihe „In der Welt von...“ begleiten wir, vernetzt durch Smartphone und Social Media, Künstler auf Reisen, zu spannenden Projekten und besonderen Ereignissen

Renaud Capuçon © Simon Fowler/Warner Classics

Renaud Capuçon

Renaud Capuçon © Simon Fowler/Warner Classics

Geigenvirtuose, Kammermusiker, Professor, Festivalleiter – der Franzose Renaud Capuçon gehört nicht umsonst zur ersten Riege der Geiger. Aufgewachsen mit seinem Bruder Gautier in Chambéry, studierte er unter anderem bei Thomas Brandis und Isaac Stern in Berlin und wurde alsbald von Martha Argerich persönlich gefördert. Neben seiner Position als erster Konzertmeister im Gustav Mahler Jugendorchester unter dem Dirigat von Claudio Abbado, entwickelte sich Renaud Capuçon zu einem der gefragtesten Solisten und Kammermusiker seiner Generation.

Konzertverpflichtungen – und davon nimmt er nicht mehr als 80 im Jahr auf sich – führten ihn bereits zu den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, zum Orchestre Philharmonique de Radio France, zum Boston Symphony und zum Scottish Chamber Orchestra unter der Leitung so bedeutender Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Daniel Harding, Andris Nelsons, Kurt Masur, Matthias Pintscher und Wolfgang Sawallisch. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Nicholas Angelich, Martha Argerich, Yuri Bashmet, Daniel Barenboim, Yefim Bronfman, Hélène Grimaud, Katia und Marielle Labèque, Mischa Maisky, Truls Mørk, Maria João Pires, Vadim Repin, Jean-Yves Thibaudet und natürlich sein Bruder, der Cellist Gautier Capuçon.

Doch auch hinter den Kulissen ist der Geiger sehr umtriebig: So gründete er 2013 gemeinsam mit Dominique Bluzet das Festival de Pâques d’Aix-en-Provence, das seit jeher Klassikgrößen zu kammermusikalischem Austausch anzieht und das Publikum begeistert.

Und auch in Bereich der historischen Aufarbeitung ist Renaud Capuçon aktiv – so widmet er sich gegenwärtig der Wiederentdeckung von Adolf Busch, dem Geiger, Quartett-Primarius, Dirigent, Orchesterleiter und Komponist. Mit einem eigens gegründeten Quartett junger Pariser Mitmusiker wird Renaud Capuçon in diesem Zusammenhang weltweit über drei Spielzeiten sechs um die späten Beethoven-Quartette geklammerte Programme aufführen.

concerti begleitet Renaud Capuçon vom 3. bis 10. März 2016 von Wien über Beirut nach Bielefeld, wo er mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen Beethovens Violinkonzert zum Besten geben wird.

Kommen Sie mit auf diese Reise, verfolgen Sie die einzelnen Stationen auf facebook, stellen Sie Renaud Capuçon Fragen und verpassen Sie nicht diesen einmaligen Blick hinter die Kulissen!

CD-Tipp

Lalo: Symphonie espagnole, Bruch: Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 u. a.
Renaud Capuçon (Violine), Orchestre de Paris, Paavo Järvi (Leitung)
Erato

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