Alles aus der Welt der Oper
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Eine Puppenstube wird zum Horrorhaus
(Frankfurt am Main, 1.3.2026) Regisseurin Tatjana Gürbaca setzt in ihrer Neuinszenierung einer der stärksten Opern des 21. Jahrhunderts auf subtil ausgelotete Momente einer surreal angehauchten Poesie des Abgründigen. Auch musikalisch entlockt Erik Nielsen der Partitur neue Facetten.
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Wo Fuchs und Frosch ihren Frühlingsreigen tanzen
(Berlin, 28.2.2026) Mit der Erstaufführung von „Das schlaue Füchslein“ an der Staatsoper Unter den Linden beschließt Simon Rattle seinen Janáček-Zyklus. Ted Huffman inszeniert mit realistisch erwachsenen Zügen, ohne das Märchen zu entzaubern.
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Sternstunde mit brasilianischer Opernentdeckung
(Dessau, 28.2.2026) Am Anhaltischen Theater Dessau gerät die europäische Erstaufführung der „Alma“ von Cláudio Santoro zum großartigen Wurf: eine Oper mit tonaler Originalität und dramatischen Überwältigungen.
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„Die höchste Errungenschaft des menschlichen Geistes“?
(Wien, 28.2.2026) Florian Leopold Gassmanns „L‘Opera seria“ wird im Musiktheater an der Wien von Regisseur Laurent Pelly, Maestro Christophe Rousset und dem famosen Sängerensemble mit so viel Verve, Leidenschaft und Selbstironie auf die Bühne gezaubert, dass sie als die derzeit beste Operninszenierung in ganz Wien gelten darf.
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The Power of Love?
(Potsdam, 27.2.2026) Bei der Potsdamer Winteroper gibt es die Opernrarität „Zanaida“ von Johann Christian Bach als Neuinszenierung zu bestaunen. Eine lohnende Repertoirebereicherung: Johanna Soller hat die Kammerakademie Potsdam und das Vokalensemble hörbar inspiriert.
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Der Totalitarismus hat nicht das letzte Wort
(Mainz, 22.2.2026) Wo Viktor Ullmann in seiner Oper „Der Kaiser von Atlantis“ das Grauen der Vernichtung meinte, setzt Regisseurin Cuéllar Velasco verblüffend poetisch auch utopisches Potential frei. Musikalisch lohnt die Produktion sogar weite Anreisen.
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Die pazifistische Kriegsoper
(München, 14.2.2026) Der grandiose Torso von Alexander Borodins „Fürst Igor“ scheint heute fast uninszenierbar: Regisseur Roland Schwab und Chefdirigent Rubén Dubrovsky finden dennoch einen Weg, aus dem Fragment und seiner Diversität berührendes Musiktheater mit einer starken Botschaft zu destillieren.
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Kaltes Gold und feurige Brillanten
(Meiningen, 13.2.2026) In Paul Hindemiths Oper setzt Regisseurin Giulia Giammona die Psychologie der Titelfigur und der Massen in gleichermaßen Beklemmung und Grauen erregende Wechselwirkung. Auch musikalisch läuft dieser packende „Cardillac“ auf Hochtouren.
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Eine Postkarten-Regie: Es grüßt der Faust
(München, 8.2.2026) An der Bayerischen Staatsoper zeigt Lotte de Beer Charles Gounods „Faust“ als elegant erzähltes Bildertheater. Nathalie Stutzmann überzeugt als eine der größten Dirigentinnen der Zeit mit akademischer Präzision und klanglicher Vielfalt.
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Hat deutsche Kultur ein Imageproblem?
(Stuttgart, 7.2.2026) Im achtzigsten Jahr der Nürnberger Prozesse bemüht Elisabeth Stöppler an der Staatsoper Stuttgart Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ unter dem Zeichen historischer Verantwortung. Szenisch gefiel das nicht jedem, musikalisch kann das Ensemble dafür umso mehr glänzen.
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Passionsgeschichte einer Stadtpatronin
(Düsseldorf, 7.2.2026) An der Deutschen Oper am Rhein öffnet Regisseur Johannes Erath Geist und Sinn für die haptischen Dimensionen von Astor Piazzollas Operita „María de Buenos Aires“.
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Ein vergiftetes Meisterwerk
(Wien, 7.2.2026) Verdis frühe Schiller-Vertonung „Luisa Miller“ erweist sich an der Wiener Staatsoper als stilistisch herrlich einheitliche, in die Zukunft weisende Preziose. Maestro Michele Mariotti und das wunderbare Sängerensemble sind ihre idealen Anwälte. Die Inszenierung ist indes ein Totalausfall.
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Maskenbälle und Bankette
Unsere Opern-Tipps im Februar zeigen die vielfältigen Facetten des Feierns in der Oper – von pompösen Banketten bis zu faszinierenden Maskenbällen.
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Komik ist nun die US-amerikanische Tragödie
(Hamburg, 1.2.2026) Von guten Riesenechsen, narzisstischen Orangen und Mäusen, die uns alle verraten haben: An der Staatsoper Hamburg kommt Komponistin Olga Neuwirths und Schriftstellerin Elfriede Jellineks lang erwartete Politsatire „Monster’s Paradise“ zur Uraufführung.
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Bruchlandung auf dem Olymp
(Halle, 31.1.2026) An der Oper Halle feierte Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ Premiere: Patric Seibert, Chefdramaturg des Hauses, saß dabei nicht nur am Regiepult, sondern als Hans Styx auch als Pilot am Steuer einer Boeing der Olympic Airlines.
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Die Angst endet nie
(Dresden, 31.1.2026) An der Dresdner Semperoper feiern Francis Poulencs „Dialoge der Karmelitinnen“ als Import aus Zürich ihre bejubelte Premiere. Musikalisch bleiben keine Fragen offen, szenisch schon – aber das ist eher eine Stärke der Produktion, die sich niemand entgehen lassen sollte.
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Ob pausenlos singen oder leiden: Es ist ein Kreislauf des Lebens
(Lübeck 31.1.2026) Das Leben als Karussell: Regisseur Philipp Himmelmann inszeniert am Theater Lübeck Jacques Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ in einer stark verdichteten Version.
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Mann ist Frau und Frau ist Mann
(Wien, 23.1.2026) Ob einer der intelligentesten und erstklassigsten Opernregisseure wie Christof Loy für ein kitschig halbseidenes Genre wie die Zarzuela der richtige ist? Die Antwort ist derzeit mit Pablo Lunas „Benamor“ im Musiktheater an der Wien zu sehen.
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Ein Herbst des Herzens im Frühling des Lebens
(Paris, 26.1.2026) An der Opéra national de Paris treffen Tschaikowskys „Eugen Onegin“ und eine bildstarke Neudeutung im Palais Garnier aufeinander – mit einem aufsehenerregenden Regiedebüt und einer überzeugenden musikalischen Deutung.
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In der Tiefe des eigenen Ichs
(Berlin, 25.1.2026) David Hermann inszeniert Erich Wolfgang Korngolds Einakter „Violanta“ als Psychothriller der Selbsterkenntnis. Der bald scheidende GMD der Deutschen Oper, Sir Donald Runnicles, zaubert mit dem Orchester des Hauses orchestrale Suggestionskraft.




































