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Philharmonisches Orchester Kiel blickt musikalisch nach New York

Ein Hafen als Freiheitsversprechen

Mit Werken von Dvořák, Korngold und Chiché richtet das Philharmonische Orchester Kiel den blickt in Richtung New York.

vonPatrick Erb,

Nach St. Petersburg, Buenos Aires, Havanna und Kiel richtet das Philharmonische Orchester Kiel in seinem kommenden Konzert den Blick auf New York. Die Weltstadt am Hudson River ist nicht nur die Stadt mit dem flächenmäßig größten Hafen der USA, sondern auch Sehnsuchtsort des Aufbruchs. Teresa Chiché eröffnet den Abend mit „With melting flowers … – New York“ und zeichnet die Metropole in vielschichtigen Stimmungsbildern: klare, bisweilen gebrochene Linien verdichten sich zu einem Klang, der Freiheit verheißt. Der Hafen, die Freiheitsstatue und Ellis Island werden zum Symbol für Hoffnung und Neuanfang.

Auch Antonín Dvořák ließ sich von dieser Energie beflügeln. Zwischen 1892 und 1895 wirkte er als Direktor des National Conservatory in New York und prophezeite Amerika eine große musikalische Zukunft. Europäische Tradition verband er in dieser Zeit mit Einflüssen afroamerikanischer und indigener Musik. Ein sehnsuchtsvoller Blick zurück in die Heimat gelang ihm dabei aber mit dem Cellokonzert in h-Moll, das hier nun erklingt. Den Solopart übernimmt Starcellistin Anastasia Kobekina. Erich Wolfgang Korngold schließlich schlug den Weg in die entgegengesetzte Richtung ein: Aus Brünn stammend, fand er in Hollywood eine neue Heimat, ohne seinen symphonischen Anspruch aufzugeben. Seine Symphonie in Fis-Dur, von Bruno Walter als Werk von seltener emotionaler Kraft gerühmt, beschließt den Abend als klingende Brücke zwischen Alter und Neuer Welt.

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