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Porträt Ivan Karizna

Das Mysterium der klingenden Kunst erspüren

Für den jungen Cellisten Ivan Karizna ist Musik ein Teil der Natur.

vonHelge Birkelbach,

Zwei der ganz Großen haben schon Großartiges über ihn gesagt: Gidon Kremer und András Schiff. Beide haben dabei selbstverständlich nicht auf die Körpergröße von Ivan Karizna angespielt. Denn dieser ist tatsächlich ein Riese, über zwei Meter groß. Gidon Kremer, der den 1992 in Belarus geborenen Cellisten schon seit vielen Jahren kennt, beschreibt ihn als „echte Musikerpersönlichkeit“.

Karizna habe etwas Besonderes zu sagen – und so etwas werde von Musikliebhabern und Profis immer anerkannt. 2012 trat Karizna zusammen mit dem berühmten Violinisten beim Festival „Chamber Music Connects the World“ auf. Der ungarische Pianist und Dirigent András Schiff wiederum bezeichnet Karizna als einen der besten Cellisten seiner Generation: „Er ist ein Naturmusiker mit brillanter Technik und seltener Klangschönheit.“

War vom ersten Ton an begeistert: Ivan Karizna

Ivan Karizna spielt ein Tassini-Cello von 1760, „ex Paul Tortelier“. Vom ersten Ton an sei er von dem Instrument begeistert gewesen, sagt er. So sehr, dass er plötzlich einen Energieschub in sich spürte. Seit dem Tod von Tortelier im Jahr 1990 habe niemand anderes dieses wertvolle Instrument gespielt. „Musik ist die mysteriöseste und unglaublichste Kunst, die wir haben“, so sein Credo. „Es ist seltsam, wie schon ein einfaches Geräusch uns berühren kann. Musik ist Natur. Musik wird von Menschen gemacht, und Menschen werden von Natur gemacht. Also gibt es eine direkte Linie.“ Aus jedem Wort des Cellisten spricht Liebe zur Musik und seinem Instrument. Große Liebe.

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