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CD-Rezension Amaryllis Quartett

Erdenschwer

Das Amaryllis Quartett lässt Debussy und Ravel auf Lin Yang treffen – zuweilen kommt leider die Leichtigkeit abhanden

vonEcki Ramón Weber,

Sie betiteln ihre CDs nach Farben und lieben die Spannung zwischen Repertoireklassikern und Zeitgenössischem. „Blue“, nach der Lieblingsfarbe der impressionistischen Maler, heißt der jüngste Streich des Amaryllis Quartett: Die Streichquartette der Impressionismus-Zeitgenossen Debussy und Ravel umrahmen eine Ersteinspielung der jungen chinesischen Komponistin Lin Yang. Ließen sich einst Debussy und Ravel von Gamelan- und spanischen Gitarren-Klängen inspirieren, evoziert Lin Yang in ihrem Streichquartett Klangeffekte von Saiteninstrumenten aus der chinesischen Musiktradition. Interpretiert wird diese Mischung mit Präsenz, Feingefühl für Klang, Textur und Gestus, mit Mut zu charakteristischen Farben und fragilen Geweben. Auch glüht, flirrt und schillert es. Dennoch gerät gerade bei Debussy  und Ravel manches zu dramatisch und erdenschwer. Mehr Ungezwungenheit, Schweben, Luftiges hätte man sich da gewünscht.

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