Solistische Spannung

CD-Rezension Beethoven: Tripelkonzert & Gassenhauer

Solistische Spannung

Drei Solokünstler übernehmen hier die Partien des „Tripelkonzerts“ von Beethoven, was dem insgesamt heiteren Charakter des Werks klar zugutekommt

Kein etabliertes Klaviertrio, sondern drei Solokünstler übernehmen hier die Solopartien des Tripelkonzerts Ludwig van Beethovens, was dem insgesamt heiteren Charakter des Werks klar zugutekommt. Im Mittelpunkt dieser hervorragenden Live-Aufnahme steht das Spiel der herausragenden französischen Cellistin Anne Gastinel. Umrahmt von dem wohlproportionierten Orchesterklang unter der Leitung Paavo Järvis entsteht dennoch nicht der häufige Eindruck eines verkappten Cellokonzerts sondern durch die energetische Spontanität der Live-Situation gemeinsam mit Gil Shaham und Nicholas Angelich eine solistische Spannung auf Augenhöhe. Selbiges gilt auch für das souveräne Zusammenspiel im ebenfalls enthaltenen und zum freudig-fröhlichen Charakter des Tripelkonzert passenden „Gassenhauer“-Trio, das hier in seiner ursprünglichen, mit Klarinette – gespielt von Andreas Ottensamer – besetzten Form zu hören ist.

Beethoven: Tripelkonzert op. 56 & Klarinettentrio op. 11 „Gassenhauer“

Gil Shaham (Violine), Anne Gastinel (Violoncello), Nicholas Angelich (Klavier), Andreas Ottensamer (Klarinette), hr-Sinfonieorchester, Paavo Järvi (Leitung)
Naïve

Weitere Rezensionen

Rezension Paavo Järvi – Messiaen

Orgelhaft orchestral

Paavo Järvi hat vier Werke von Messiaen zusammengestellt, die das Tonhalle-Orchester Zürich hellwach und mit rhythmischer Präzision spielen. weiter

Rezension Paavo Järvi – Brahms: Sinfonien Nr. 3 & 4

Klug austariert

Mit den Sinfonien Nr. 3 und 4 beschließt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvis Leitung den aktuellen Brahms-Zyklus. weiter

CD-Rezension Paavo Järvi

Stilwandelsicher

Für die unterschiedlichen Phasen in Nielsens Sinfonik besitzt Paavo Järvi ein genaues Gespür weiter

Termine

Dienstag, 10.12.2019 20:00 Uhr Die Glocke Bremen

Igor Levit, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi

Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15, Schumann: Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Mittwoch, 11.12.2019 20:00 Uhr Die Glocke Bremen

Igor Levit, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi

Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83, Schumann: Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Sonntag, 19.01.2020 16:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Martin Fröst, Tonhalle-Orchester Zürich, Paavo Järvi

Bartók: Táncszvit Sz 77, Copland: Klarinettenkonzert, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 17 „Kleinrussische“

Samstag, 25.01.2020 17:00 Uhr Carmen Würth Forum Künzelsau

Würth Philharmoniker, Paavo Järvi

Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 „Polnische“, Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

Mittwoch, 29.01.2020 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Stefan Dohr, Berliner Philharmoniker, Paavo Järvi

Abrahamsen: Hornkonzert, Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

Donnerstag, 30.01.2020 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Stefan Dohr, Berliner Philharmoniker, Paavo Järvi

Abrahamsen: Hornkonzert, Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

Freitag, 31.01.2020 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Stefan Dohr, Berliner Philharmoniker, Paavo Järvi

Abrahamsen: Hornkonzert, Berlioz: Symphonie fantastique op. 14

Freitag, 28.02.2020 20:00 Uhr Kölner Philharmonie

Sol Gabetta, NHK Symphony Orchestra, Tokyo, Paavo Järvi

Takemitsu: How slow the Wind, R. Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

Samstag, 29.02.2020 20:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Sol Gabetta, NHK Symphony Orchestra, Tokyo, Paavo Järvi

Takemitsu: How slow the Wind, Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Dienstag, 03.03.2020 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Khatia Buniatishvili, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Paavo Järvi

Takemitsu: How Slow the Wind, Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Auch interessant

Werk der Woche - Brahms: Sinfonie Nr. 2

Typisch Brahms

In einem Gefühl der „künstlerischen Befreiung“ komponierte Brahms seine zweite Sinfonie innerhalb von wenigen Monaten und behauptete sich damit als souveräner Sinfoniker weiter

Werk der Woche – Beethoven: Sinfonie Nr. 5, Schicksalssinfonie

Tatatataaa

Kaum ein Werk hat eine derart breite Bekanntheit erlangt, wie Beethovens „Schicksalssinfonie“. Kein Wunder, denn sie kann mit einer Menge Besonderheiten aufwarten weiter

Tonhalle-Orchester Zürich bekommt neuen Chefdirigenten

Der Estländer soll’s richten

Paavo Järvi wird ab der Spielzeit 2019/20 neuer Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Tonhalle-Orchesters Zürich weiter

Kommentare sind geschlossen.