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Buch-Rezension Christian Thielemann

Die Wagner-Werkstatt

Die Tür zur Giftküche steht einen Spalt weit offen, und wir lugen hinein, wie man die stärkste Musikdroge der Welt mischt: Wagners Wunderwerk. Christian Thielemann gibt in seinem Buch nicht jedes Geheimnis preis, aber er verrät mit echter Leidenschaft, profunder Kenntnis und enorm eloquentem Plauderton seine Rezepte, mit denen er zumal im mystischen Abgrund Bayreuths…

vonPeter Krause,

Die Tür zur Giftküche steht einen Spalt weit offen, und wir lugen hinein, wie man die stärkste Musikdroge der Welt mischt: Wagners Wunderwerk. Christian Thielemann gibt in seinem Buch nicht jedes Geheimnis preis, aber er verrät mit echter Leidenschaft, profunder Kenntnis und enorm eloquentem Plauderton seine Rezepte, mit denen er zumal im mystischen Abgrund Bayreuths Musik „mit integriertem Suchtfaktor“ zum Klingen bringt. „Erst kommt das Handwerk, dann das Gefühl“, so habe der bekennende Klangfanatiker von Wolfgang Wagner gelernt, dem der Kapellmeister sein Buch gewidmet hat. Der Maestro plädiert für flüssige Tempi sowie die gezügelte Dosierung des Fortissimo und der Emotion: Pragmatismus und Pathos. Thielemann erzählt von seinem persönlichen Weg zu Wagner und führt in sämtliche Opern des Meisters ein. Ein Muss für Wagnerianer, eine Einladung an alle anderen Musikfreunde, die ihre Wagner-Vorurteile abbauen wollen.

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