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Rezension Daniil Trifonov – My American Story: North

Stilistisch flexibel

Mit einer Mischung aus Klassik, Minimal Music, Swing, Jazz und Moderne im Gepäck durchwandert Daniil Trifonov musikalisch Nordamerika.

vonChristoph Vratz,

Daniil Trifonov erforscht die Musik seiner amerikanischen Wahlheimat, mit Konzerten von Gershwin und dem 1977 geborenen Mason Bates sowie mit Solowerken von Copland (Variationen), Corigliano (Fantasia) und kleineren Werken – eine bunte Mixtur aus Jazz, Swing, Minimal Music, Moderne. Bei den Konzerten arbeitet er erneut mit dem forsch-farbprallen Philadelphia Orchestra und Yannick Nézet-Séguin. Trifonov gestaltet diese Musik mit Lust an der Freiheit, besonders bei Gershwin, und einem hohen Maß an stilistischer Flexibilität. Die Akkordschichten bei Copland etwa durchmisst er mal sperrig, mal elegant, bei den sparsam komponierten Abschnitten setzt er ganz auf seine Qualität, Töne mit eigener Substanz dem Klavier zu entlocken. Bei dem 2022 uraufgeführten Bates-Konzert spielt Trifonov gerade im Finale all seine virtuosen Fähigkeiten locker aus.

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Daniil Trifonov
Daniil Trifonov

My American Story: North
Gershwin: Klavierkonzert F-Dur, Copland: Variationen, Corigliano: Fantasia on an Ostinato, Bates: Klavierkonzert, Adams: China Gates u. a.

Daniil Trifonov (Klavier), Philadelphia Orchestra, Yannick Nézet-Séguin (Leitung)
Deutsche Grammophon

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