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Rezension Emmanuelle Haïm – Campra: Messe de Requiem

Effektvoll

Emmanuelle Haīm und Le Concert d’Astrée durchsetzen André Campras Requiem mit den elegant-verspielten Wendungen der höfischen französischen Musik.

vonSabine Näher,

Als Zeitgenosse von Jean-Baptiste Lully und Jean-Philippe Rameau wirkte André Campra, geboren 1660 in Aix-en-Provence und gestorben 1744 in Versailles, zunächst als Leiter der Singschule an Notre Dame in Paris, später als Kapellmeister der dortigen Académie Royale de musique. Zu seiner Zeit war er als Verfasser geistlicher Musik, insbesondere seiner 37, in drei Bänden verlegten Motetten, ebenso bekannt wie als Opernkomponist. Und wenn man den liturgischen Text seiner Messe de Requiem beim Hören ausblendet, kann man sich auch hier ab und an im Theater wähnen. Dramatisch aufgeheizt, mit den elegant-verspielten Wendungen der höfischen französischen Musik durchsetzt, bringt Le Concert d’Astrée das Werk effektvoll zur Aufführung. Im Jahr 2000 von Emmanuelle Haïm gegründet, befindet sich das französische Barockensemble hier hörbar auf vertrautem Terrain. Campras Requiem wird ergänzt um Werke von Rameau und Cassanéa de Mondonville.

Emmanuelle Haïm
Emmanuelle Haïm

Campra: Messe de Requiem, Mondonville: In Exitu Israel, Rameau: Convertendo Dominus

Marie Perbost & Emmanuelle Ifrah (Sopran), Samuel Boden & Zachary Wilder (Tenor), Victor Sicard (Bariton), Le Concert d’Astrée, Emmanuelle Haïm (Leitung)
Erato

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