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CD-Rezension Händel – Neun deutsche Arien

Nuanciert

Händels deutsche Arien mit erfahrenen Virtuosen und einer Newcomerin

vonAndreas Falentin,

Bei der Entstehungs- und Editionsgeschichte von Händels neun deutschen Arien liegt vieles im Dunkeln. In ihrer neuen Einspielung präsentiert sie Wolfgang Katschner nicht in der gewohnten Reihenfolge und fügt zudem Arien aus der Brockes-Passion ein, betont so die Bedeutung des Textautors und seine symbiotische Beziehung zum Komponisten. Die Lautten Compagney musiziert die kurzen Stücke frisch und differenziert, mit bewährt exquisitem historischen Instrumentarium und einer Unzahl von feinsten Farbnuancen. Die junge Sopranistin Ina Siedlaczek begeistert mit Textgestaltung, klarer Linienführung und attraktiver Koloratur in der Höhe. Allerdings dürfte ihr ungewöhnlich mädchenhaftes, fast kindliches Timbre nicht jeden Geschmack treffen. Zudem erscheint die fast vibratofrei geführte Stimme dynamisch limitiert und verliert im unteren Viertel der Tonskala deutlich an Kraft und Farbe.

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Händel: Neun deutsche Arien HWV 202-210 & Sopranarien aus „Brockes-Passion“ HWV 131

Ina Siedlaczek (Sopran), Lautten Compagney, Wolfgang Katschner (Leitung)
Audite

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