Bravouröse Cellowerke

CD-Rezension Johannes Moser

Bravouröse Cellowerke

Intensiv: Johannes Moser gelingen mit dem WDR SO meisterhafte Aufnahmen großer Cellokonzerte

Das erste Cellokonzert von Dimitri Schostakowitsch ist eines der Stücke, bei denen in Konzerten nicht selten eine Saite reißt: Derart intensiv, expressiv und hochvirtuos ist es. Dieses Schlüsselwerk hat nun Johannes Moser eingespielt. Und er meistert es bravourös. Er entlockt dem Solopart faszinierende Farbwerte, mikrotonale Schleifer, Geräuschhaftes, ironische Spitzen, dramatische Ausbrüche und tief empfundene Kantilenen. Das WDR Sinfonieorchester unter Pietari Inkinen spielt pointiert, hintergründig und konsequent modern. Nicht ganz so bekannt, aber berüchtigt für die spieltechnischen Schwierigkeiten ist die Symphony for Cello von Benjamin Britten. Sie hält ein furioses Wechselbad der Stimmungen bereit, zudem avantgardistische, spätromantische, folkloristische und neoklassizistische Anklänge. Das Solocello fungiert als integrierendes Element. Auch damit gelingt hier eine Referenzaufnahme.

Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 1 Britten: Cello Symphony op. 68
Johannes Moser (Violoncello)
WDR Sinfonieorchester Köln
Pietari Inkinen (Leitung)
Hänssler Classic

Weitere Rezensionen

Rezension Johannes Moser – Mendelssohn

Wesensverwandtschaft

Vorbildlich mischen Cellist Johannes Moser und Pianist Alasdair Beatson virtuose Attitüde und Leichtigkeit. weiter

Auch interessant

Interview Johannes Moser

„Leute, werft euer Leben nicht weg für die Musik“

Auch wenn das Leben von Johannes Moser quasi von Geburt an von der klassischen Musik geprägt war, warnt der Cellist davor, ihr alles unterzuordnen. weiter

ONLINE-INTERVIEW

In der Welt von… Johannes Moser

In unserer Reihe „In der Welt von...“ begleiten wir, vernetzt durch Smartphone und Social Media, Künstler auf Reisen, zu spannenden Projekten und besonderen Ereignissen weiter

Reportage

Spiel mit!

Johannes Moser erarbeitet während seiner Frankfurter Residenz ein Konzert mit 12 Amateur-Cellisten in der Alten Oper weiter

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *