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Rezension Megan Kahts – In dolce abbandono

Expressiver Gesang

Mit viel Verve und Esprit singt die südafrikanische Mezzosopranistin Megan Kahts Solokantaten von Händel und Haydn, kammermusikalisch begleitet vom Carestini Ensemble Wien.

vonSabine Näher,

Bei den ersten Tönen von Händels „Ombra mai fu“ glaubt man fast, einen Altus zu hören, bis sich die Mezzosopranfarben durchsetzen – und faszinieren. Megan Kahts stammt aus Südafrika und studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo sie seit 2009 lebt. Ihr Spezialgebiet ist die Oper, und zwar die der Alten wie der Neuen Musik. Doch auch das Lied liegt ihr am Herzen. Die vorliegende CD ist Solokantaten von Händel und Haydn gewidmet, begleitet wird die Sängerin von dem von ihr gegründeten Carestini Ensemble Wien, das sich auf das Repertoire des 18. Jahrhunderts spezialisiert hat. Kammermusikalisch besetzt (Anna Perl und Lisanne Altrov, Geige, Ivan Becka, Bratsche, Marius Malanetchi, Cello, Reinhard Führer, Cembalo) musiziert es mit viel Esprit und Verve, was bestens zu Kahts expressivem Gesang passt, die sich selbst als „singende Kammermusikerin“ bezeichnet. Ihre Bühnenpräsenz wird gleichsam beim bloßen Hören spürbar.

Megan Kahts
Megan Kahts

In dolce abbandono
Händel: Ombra mai fui, Armida abbandonata HWV 105 & Verdi prati, Haydn: Arianna a Naxos Hob. XIVb:2

Megan Kahts (Mezzosopran), Carestini Ensemble Wien
Solo Musica

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