Nicht viele Dirigenten unserer Zeit bezeichnen Joseph Haydn als ihren absoluten Lieblingskomponisten. Ganz anders Simon Rattle. So hat sich der britische Stardirigent bereits mehrfach als regelrechter Haydn-Maniac geoutet, geht sogar soweit, dass er ihn als seinen Lebenskomponisten betitelt und den Wiener Klassiker allen anderen Komponisten bei der Wahl für die einsame Insel vorziehen würde. „Haydn ist schwierig zu interpretieren. Reinste Musik, sehr einfach und doch sehr kompliziert“, sagte Rattle einst im Interview mit concerti und fügte an, dass ihn die Musik einfach glücklich machen würde.
Endlich auch vor Publikum
In München stellt Simon Rattle Haydns D-Dur Sinfonie aus den sechs sogenannten „Pariser Symphonien“ der vierten Sinfonie von Johannes Brahms gegenüber. Zwischendrin erklingt Ondřey Adámeks Liederzyklus für Mezzosopran und Orchester „Where are You“, der während der Pandemiejahre ohne Publikum uraufgeführt wurde und nun mit dem BRSO erstmals vor Publikum erklingt. Als Sopranistin ist Magdalena Kožená zu erleben.




