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Musikverein-Festival „Beethovens Spazierstock” in Wien

Inspiration durchs Gehen

Die Bewegung als Quelle kreativen Schaffens hat nicht nur Beethoven erkannt. Das Festival „Beethovens Spazierstock” am Musikverein Wien bereitet dieses Phänomen musikalisch und mit zahlreichen Stars auf.

vonJulia Hellmig,

Schritt für Schritt zur nächsten Idee. Das war wohl eine beliebte Taktik von Ludwig van Beethoven. In einem Brief von 1824 riet er sogar einem Freund zu Spaziergängen an der frischen Luft. Kein Wunder, denn Beethoven war ein leidenschaftlicher Wanderer, durchstreifte stundenlang wilde Landschaften, dachte im Rhythmus seiner Schritte und fand so oft musikalische Ideen. Genau hier setzt das Musikverein-Festival 2026 an: „Beethovens Spazierstock“ wird zum Symbol für Aufbruch, Bewegung und Inspiration. Ausgehend von einem historischen Gehstock aus Beethovens Besitz entfaltet sich ein Programm, das Musik als körperliche wie geistige Reise begreift. Die Säle des Musikvereins werden zu Resonanzräumen für Klanglandschaften von Gustav Mahler bis Luigi Nono, für romantische Wanderungen bis zu existenziellen Grenzgängen.

Die Prominenz geht voran 

Simon Rattle eröffnet das Festival mit den Wiener Philharmonikern. Christian Thielemann interpretiert mit seinen „Leib- und Magen-Stimmen” Julia Kleiter und Konstantin Krimmel Strauss-Lieder. Auf dem Musikvereinsplatz wird mit Mauricio Kagels „Eine Brise – Flüchtige Aktion für 111 Radfahrer“ in die Pedale getreten, Joseph Haydns „Militärsinfonie“ schreitet im Stechschritt voran, Franz Schuberts „Winterreise“ führt in seelische Abgründe und Werke von Hector Berlioz, Felix Mendelssohn oder George Gershwin entwerfen musikalische Reiserouten durch Europa. Mit der Produktion „Wer Crescendo sät, wird Forte ernten” richtet sich der Musikverein an sein ganz junges Publikum.

concerti-Tipp:

Musikverein-Festival „Beethovens Spazierstock“
17.4.-3.5.2026
Musikverein Wien

Termine

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