Laut und leise, subtil und offenbar. Beim „crescendo“ Musikfestival der Udk Berlin gestalten Studierende, Lehrende und Gäste instituts- und fakultätsübergreifend Programme von kammermusikalischen Abenden bis hin zu Orchesterkonzerten. In einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen und wachsender Gegensätze setzt die diesjährige Festivalausgabe ein Zeichen mit den „GegenTönen“: Musik wird so zum Ausdruck von Haltung, Widerstand und Dialog. Gemeinsam mit Komponistinnen und Komponisten, Musikerinnen und Musikern richtet sich der Blick auf Epochen, in denen Klänge und Worte bereits Kraft gegen Unterdrückung, gegen Sprachlosigkeit, gegen das Verstummen entfaltet haben.
Das Festival spannt einen Bogen von Schostakowitschs politisch aufgeladener Sinfonik über historische Klangwelten und zeitgenössische Liedkunst bis hin zu Jazz, Neuer Musik und virtuoser Kammermusik. Dabei stehen immer wieder Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt, die mit ihrer Musik Haltung beziehen – gegen Krieg, Gewalt, Gleichgültigkeit und Sprachlosigkeit.
Klassik, Jazz und andere radikale Klangwelten
Zu erleben sind unter anderem große Orchesterabende mit Michael Sanderling und dem Symphonieorchester der UdK Berlin, ein Festkonzert zu Ehren von Carl Maria von Weber, Konzerte des Fauré Quartetts und des Jazz Instituts Berlin sowie außergewöhnliche Programme wie „Die Radikalität des Originalklangs“, „Unheard Resistance“ oder „Geistertöne/Gegenwelten“. Studierende, Lehrende und renommierte Gäste gestalten gemeinsam ein Programm, das musikalische Tradition mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbindet und immer wieder zeigt, wie Kunst Brücken bauen kann.
Auch junge Zuhörerinnen und Zuhörer sind eingeladen: Die Reihe „crescendino“ eröffnet Kindern und Familien spielerische Zugänge zur Musik mit Mitmachkonzerten, Klangexperimenten, Sandkastenkonzerten und Chorprojekten.





