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Rezension Mitsuko Uchida – Beethoven: Diabelli-Variationen

Land der musikalischen Möglichkeiten

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Pianistin Mitsuko Uchida mit Beethovens Gipfelwerk, und diese neue Einspielung darf man mit Fug und Recht als Referenz bezeichnen.

vonFrank Armbruster,

Man könnte Beethovens „Diabelli-Variationen“ als eine Art Expedition ins Land der musikalischen Möglichkeiten bezeichnen. Ein simples Thema bildet dabei den Ausgangspunkt zu einer Reise in 33 Etappen, während der man durch alle denkbaren Zustände und Haltungen von Ingrimm über Trauer, Kontemplation und Witz bis zu metaphysischer Versenkung geführt wird. Und man könnte sich dafür keine kompetentere Reiseleiterin vorstellen als Mitsuko Uchida. Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Pianistin mit Beethovens Gipfelwerk, und diese neue Einspielung darf man mit Fug und Recht als Referenz bezeichnen, an der sich andere messen müssen. Nicht nur ist das pianistisch überlegen gestaltet. Vor allem arbeitet Uchida die charakteristische Haltung jeder einzelnen Variation prägnant heraus und wahrt doch immer den Blick auf das zyklische Ganze. Am Ende der Reise ist man leicht erschöpft – und trunken vor Glück.

Mitsuko Uchida
Mitsuko Uchida

Beethoven: Diabelli-Variationen op. 120

Mitsuko Uchida (Klavier)
Decca

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