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CD-Rezension Nigel Kennedy – My World

Geigenrüpel mit Reife

Nigel Kennedy beschenkt sich selbst mit seinem Album, dessen Ausdrucksspektrum von schmusig bis rockig reicht

vonChristian Lahneck,

Dies Album ist ihm eine Herzensangelegenheit. Nigel Kennedy, Elite-Geiger und schräger Vogel, blickt zu seinem 60. Geburtstag zurück auf sein Leben und hat erstmals eigene Werke eingespielt, Stücke, die seinen Inspiratoren gewidmet sind, darunter Menuhin und Grappelli. Dass Kennedy immer noch toll geigen kann, steht außer Frage. Ob dies das Repertoire ist, mit dem er es am besten zeigen kann, bleibe dahingestellt. Das Ausdrucksspektrum dieser insgesamt 13 Titel ist groß und weit, es reicht von Schmusigem bis Rockigem, mit Zutaten von Klassik und verschiedenen Jazz-Richtungen. Kennedys Mitstreiter sind ein Streichorchester, eine Rock-Band und ein Pianist. Und irgendwie fügt sich alles, mit plötzlichen Übergängen, heftigen Beats und lang geschlängelten Kantilenen. Eigentlich von allem etwas, und immer wieder Kennedy, der sein Potenzial an Unberechenbarkeit auch hier ausschöpft.

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My World
Dla Jarka (Jarek Smietana gewidmet), Fallen Forrest (Isaac Stern gewidmet), Melody in the Wind (Stephane Grappelli gewidmet), Solitude (Yehudi Menuhin gewidmet), Gibb it (Mark O’Connor gewidmet) & Three Sisters (Musik zu Tschechows Bühnenstück)

Nigel Kennedy (Violine & Leitung), Oxford Philharmonic Orchestra
Neue Meister

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