Orgelhaft orchestral

Rezension Paavo Järvi – Messiaen

Orgelhaft orchestral

Paavo Järvi hat vier Werke von Messiaen zusammengestellt, die das Tonhalle-Orchester Zürich hellwach und mit rhythmischer Präzision spielen.

Eine mutige Wahl zum Amtsantritt. Inzwischen leitet Paavo Järvi, der Vielgefragte, auch das Tonhalle-Orchester von Zürich und dringt dort zum Auftakt seiner CD-Tätigkeit in eine Marktlücke vor. Denn sowohl Orchester als auch Dirigent sind mit Werken von Messiaen bislang ärmlich vertreten. Nun hat Järvi vier Werke zusammengestellt: „Le Tombeau resplendissant“, „Les Offrandes oubliées“, „L’Ascension“ – Werke aus den frühen 1930er Jahren – sowie „Un sourire“ von 1989. Vom ersten Takt an ist das Orchester hellwach und spielt, vor allem, mit rhythmischer Präzision, die hier wie eine Grundvoraussetzung für die daraus abgeleiteten klanglichen Finessen erscheint. Den elegisch-meditativen Charakter von „Les Offrandes oubliées“ treffen die Musiker genau, ohne Kitsch. Die vierteilige „Ascension“ wird abschließend zu einer orgelhaft-orchestral aufgefächerten Bekenntnismusik.

© Kaupo Kikkas

Paavo Järvi

Paavo Järvi

Messiaen
L’Ascension, Le Tombeau resplendissant, Les Offrandes oubliées & Un sourire

Tonhalle-Orchester Zürich, Paavo Järvi (Leitung)
Alpha

Weitere Rezensionen

Rezension Paavo Järvi – Franz Schmidt: Sinfonien

Mit Weitherzigkeit

Paavo Järvi verortet Franz Schmidts Musik durchweg in einem weiten Feld der Spätromantik. So ist eine in sich geschlossene, facettenreiche Gesamtschau der Sinfonien entstanden. weiter

Rezension Paavo Järvi – Mahler: Sinfonie Nr. 6

Schwärzeste aller Mahlersinfonien

Das NHK Symphony Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi spielt Mahlers Sechste auf einem technisch extrem hohen Level. weiter

Rezension Paavo Järvi – Brahms: Sinfonien Nr. 3 & 4

Klug austariert

Mit den Sinfonien Nr. 3 und 4 beschließt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvis Leitung den aktuellen Brahms-Zyklus. weiter

Termine

Donnerstag, 16.12.2021 20:00 Uhr Kölner Philharmonie

Vilde Frang, Deutsche Kammerphilhamonie Bremen, Paavo Järvi

Strawinsky: Concerto en Ré, Haydn: Sinfonie c-Moll Hob. I:95 & Sinfonie B-Dur Hob. I:98 „4. Londoner“

Sonntag, 30.01.2022 20:00 Uhr Isarphilharmonie München

Hélène Grimaud, Tonhalle-Orchester Zürich, Paavo Järvi

Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54, Bruckner: Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Mittwoch, 13.04.2022 20:00 Uhr Isarphilharmonie München

Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45

Mari Eriksmoen (Sopran), Matthias Goerne (Bariton), Philharmonischer Chor München, Münchner Philharmoniker, Paavo Järvi (Leitung)

Donnerstag, 14.04.2022 20:00 Uhr Isarphilharmonie München

Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45

Mari Eriksmoen (Sopran), Matthias Goerne (Bariton), Philharmonischer Chor München, Münchner Philharmoniker, Paavo Järvi (Leitung)

Donnerstag, 26.05.2022 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Emmanuel Pahud, Berliner Philharmoniker, Paavo Järvi

Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105, Tüür: Flötenko (UA), Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Freitag, 27.05.2022 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Emmanuel Pahud, Berliner Philharmoniker, Paavo Järvi

Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105, Tüür: Flötenko (UA), Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Samstag, 28.05.2022 19:00 Uhr Philharmonie Berlin

Emmanuel Pahud, Berliner Philharmoniker, Paavo Järvi

Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105, Tüür: Flötenko (UA), Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Donnerstag, 30.06.2022 20:00 Uhr Alte Oper Frankfurt

Lang Lang, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi

Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19, Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Auch interessant

TV-Tipp 25.9, 3Sat: Eröffnungskonzert der Tonhalle Zürich

Wieder zu Hause

Paavo Järvi dirigiert das Eröffnungskonzert der Tonhalle Zürich. weiter

Werk der Woche - Brahms: Sinfonie Nr. 2

Typisch Brahms

In einem Gefühl der „künstlerischen Befreiung“ komponierte Brahms seine zweite Sinfonie innerhalb von wenigen Monaten und behauptete sich damit als souveräner Sinfoniker weiter

Werk der Woche – Beethoven: Sinfonie Nr. 5, Schicksalssinfonie

Tatatataaa

Kaum ein Werk hat eine derart breite Bekanntheit erlangt, wie Beethovens „Schicksalssinfonie“. Kein Wunder, denn sie kann mit einer Menge Besonderheiten aufwarten weiter

Kommentare sind geschlossen.