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Rezension Pietari Inkinen – Prokofjew: Sinfonien 3 & 6

Pfiffiger Prokofjew

Pietari Inkinen weiß bei Prokofjew haargenau, wo er hinmöchte und was er an Details und Farben aus den Partituren herausholen möchte.

vonChristian Lahneck,

Der Bayreuther „Ring“-Dirigent im Wartestand Pietari Inkinen treibt seine sinfonischen Erkundungen mit der Deutschen Radio Philharmonie in Saarbrücken munter voran. Neben seinem Dvořák-Zyklus dirigiert er die Sinfonien von Sergei Prokofjew, hier die dritte und sechste. Inkinen weiß haargenau, wo er hinmöchte und was er an Details, an Verläufen und Farben aus den Partituren herausholen möchte. Man höre in den Mittelteil des Kopfsatzes der Dritten hinein, wo die Harmonien sich reiben und knirschen, wo die Rhythmen nur so wummern und alle paar Takte der Gestus wechselt. Als Kontrapunkt könnte das filigrane, federnde Finale der Sechsten dienen. Das ist insgesamt beeindruckend, weil auch hingebungsvoll von den Orchestermusikern umgesetzt. Da wird mit viel Gewissenhaftigkeit musiziert und mit viel Laune, den eigenen Klängen zuzuhören. So entsteht ein hellwacher, pfiffiger und bissiger Prokofjew.

Pietari Inkinen © Nguye Phuong
Pietari Inkinen © Nguye Phuong

Prokofjew: Sinfonien 3 & 6

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, Pietari Inkinen (Leitung)
SWR music

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