Allzu viel Nachdruck

CD-Rezension Tzimon Barto

Allzu viel Nachdruck

Dirigent Christoph Eschenbach und Pianist Tzimon Barto treffen sich bei Brahms-Konzerten

Christoph Eschenbach und Tzimon Barto – eine seit etlichen Jahren erprobte Künstlerfreundschaft. Jetzt haben sie die beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms aufgenommen, mit Barto als Solist und Eschenbach am Pult des Deutschen-Symphonie-Orchesters Berlin. Eine grundsolide, gerade in den leisen Stellen mit vielen schönen Momenten aufwartende Einspielung. Bartos Piano-Kultur scheint gereift, farbenreicher, inniger. Den „grazioso“-Charakter im Finale des zweiten Konzerts trifft er glänzend, gepaart mit einem sich im moderaten Tempo ausdrückenden Schleier von Melancholie. Doch die Aufnahme trägt zu viele Ausrufezeichen: Gebt Acht, ein Tempo- und Charakterwechsel, eine andere Phrasierung, eine zusätzliche Stimme. Eschenbachs Dirigat bleibt daher im oberen Durchschnitt verhaftet. So haben wir die Konzerte bereits mehrfach hören können. Als Zugabe hält Barto die vier Balladen op. 10 bereit.

Brahms: Klavierkonzerte Nr. 1 & 2, Balladen
Tzimon Barto (Klavier), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Christoph Eschenbach (Leitung)
Capriccio (2 CDs)

Weitere Rezensionen

Rezension Christoph Eschenbach – Prokofjew

Im Vollen schwelgen

Alles, was an Prokofjew begeistert, ist in seiner „Sinfonia concertante“ enthalten, die Bruno Philippe und Christoph Eschenbach interpretieren. weiter

Termine

Donnerstag, 27.08.2020 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Anna Prohaska, Konzerthausorchester Berlin, Christoph Eschenbach

Weber: Ouvertüre zu „Der Freischütz“, Ouvertüre d-Moll op. 27 „Der Beherrscher der Geister“ (Rübezahl) , Berlioz: D’amour l’ardente flamme aus „La damnation de Faust“, Schumann „Ach neige, du Schmerzensreiche, Grieg: Åses Tod op. 23, Schnittke: Es geschah, Tschaikowsky: Orchesterfantasie op. 32 „Francesca da Rimini“, Haydn: Sinfonie Nr. 39 g-Moll Hob I:39

Freitag, 28.08.2020 18:00 Uhr Lübeck, www.shmf.de

Preisträgerkonzert: Leonard Bernstein Award

Schleswig-Holstein Musik Festival
Freitag, 28.08.2020 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Anna Prohaska, Konzerthausorchester Berlin, Christoph Eschenbach

Weber: Ouvertüre zu „Der Freischütz“, Ouvertüre d-Moll op. 27 „Der Beherrscher der Geister“ (Rübezahl) , Berlioz: D’amour l’ardente flamme aus „La damnation de Faust“, Schumann „Ach neige, du Schmerzensreiche, Grieg: Åses Tod op. 23, Schnittke: Es geschah, Tschaikowsky: Orchesterfantasie op. 32 „Francesca da Rimini“, Haydn: Sinfonie Nr. 39 g-Moll Hob I:39

Samstag, 29.08.2020 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Anna Prohaska, Konzerthausorchester Berlin, Christoph Eschenbach

Weber: Ouvertüre zu „Der Freischütz“, Ouvertüre d-Moll op. 27 „Der Beherrscher der Geister“ (Rübezahl) , Berlioz: D’amour l’ardente flamme aus „La damnation de Faust“, Schumann „Ach neige, du Schmerzensreiche, Grieg: Åses Tod op. 23, Schnittke: Es geschah, Tschaikowsky: Orchesterfantasie op. 32 „Francesca da Rimini“, Haydn: Sinfonie Nr. 39 g-Moll Hob I:39

Sonntag, 06.09.2020 20:00 Uhr Philharmonie Berlin
Donnerstag, 17.09.2020 20:00 Uhr hr-Sendesaal Frankfurt (Main)

Bruno Philippe, Stathis Karapanos, hr-Sinfonieorchester, Christoph Eschenbach

Morricone: Doppelkonzert, Saint-Saëns: La muse et le poète, Theodorakis: Zorbas Suite, Hindemith: Sinfonie Es-Dur

Freitag, 18.09.2020 20:00 Uhr hr-Sendesaal Frankfurt (Main)

Bruno Philippe, Stathis Karapanos, hr-Sinfonieorchester, Christoph Eschenbach

Morricone: Doppelkonzert, Saint-Saëns: La muse et le poète, Theodorakis: Zorbas Suite, Hindemith: Sinfonie Es-Dur

Dienstag, 27.10.2020 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Ray Chen, London Philharmonic Orchestra, Christoph Eschenbach

Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77, Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36 & Polonaise

Mittwoch, 28.10.2020 19:30 Uhr Hannover Congress Centrum

Ray Chen, London Philharmonic Orchestra, Christoph Eschenbach

Tschaikowsky: Polonaise aus „Eugen Onegin“ op. 24 & Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36, Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77

Donnerstag, 29.10.2020 20:00 Uhr Kölner Philharmonie

Ray Chen, London Philharmonic Orchestra, Christoph Eschenbach

Tschaikowsky: Polonaise aus Eugen Onegin op. 24 CS 5 & Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36 CS 24, Brahms: ViolinkonzertD-Dur op. 77,

Auch interessant

Interview Christoph Eschenbach

„Ich mache das wegen der Ungewöhnlichkeit“

Mit 79 Jahren wird Christoph Eschenbach im Herbst Chefdirigent des Berliner Konzerthausorchesters. Nach zweijähriger Pause ist er außerdem wieder als Pianist zu erleben. weiter

Konzert-Tipp: Christoph Eschenbach im Live-Videostream oder auf SWR2

Treffen der Generationen

Kian Soltani, 1992 geboren, spielt in der Stuttgarter Liederhalle Schumanns Cellokonzert, der 78-jährige Christoph Eschenbach dirigiert das SWR Symphonieorchester weiter

Ab Saison 2019/20

Christoph Eschenbach wird Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin

Der renommierte Dirigent Christoph Eschenbach wird Nachfolger von Iván Fischer an der Spitze des Konzerthausorchesters Berlin. Er übernimmt die Position des Chefdirigenten ab 2019 für drei Jahre weiter

Eine Antwort zu “Allzu viel Nachdruck”

  1. Thomas sagt:

    Giganten unter der Menscheit. Wahnsinn!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *