Die Wurzeln der WDR Big Band liegen im 1946 gegründeten Kölner Rundfunk-Tanzorchester, das in den frühen Jahren der Bundesrepublik vornehmlich als Unterhaltungsorchester für den Rundfunk tätig war. Seit 1956 steht die Formation unter dem Dach des Westdeutschen Rundfunks. Bereits ein Jahr später engagierte Bandleader Kurt Edelhagen einzelne Orchestermusiker für seine im Aufbau befindliche internationale Bigband. Bis Ende der 1970er-Jahre war das Ensemble unter wechselnden Namen als Tanzorchester aktiv. 1980 schließlich erfolgte der Wechsel hin zu einer klassischen Bigband.
Unter den langjährigen Chefdirigenten Jerry van Rooyen und Bill Dobbins etablierte sich die WDR Big Band als Jazz-Formation von internationaler Bedeutung. Als erste europäische Big Band wurde sie mehrmals mit einem Grammy ausgezeichnet. Ihr Repertoire umfasst die unterschiedlichsten Spielarten des Jazz und der jazzverwandten Musik, von Traditionals bis zu Avantgarde-Stücken. Seit 2016 ist der amerikanische Pianist, Komponist und Arrangeur Vince Mendoza Composer in Residence, als Chefdirigent leitet Bob Mintzer das 16-köpfige Ensemble.
