Wir schreiben das Jahr 1904: Richard Strauss arbeitet an seiner neuen Oper „Salome“, Antonín Dvořák stirbt im Alter von 62 Jahren in Prag, Gustav Mahlers monumentale fünfte Sinfonie wird in Köln uraufgeführt – und in Berlin schlägt der praktizierende Zahnarzt Ernst Zander vor, einen Chor für die musikbegeisterte Arbeiterschaft ins Leben zu rufen, nicht ahnend, dass dieser einmal als einer der ältesten Laienchöre der Stadt in die Geschichte eingehen sollte.
Es war die Geburtsstunde des Berliner Oratorien-Chors, ursprünglich unter dem Namen „Berliner Volks-Chor“ gegründet, der seit nunmehr 120 Jahren das Publikum in Konzerthaus und Philharmonie mit anspruchsvollster Chorsinfonik aus allen Epochen begeistert. Bereits anlässlich des sechzigjährigen Bestehens, stand Beethovens leuchtende „Missa solemnis“ auf dem Programm. Da scheint es angemessen, nach weiteren sechzig Jahren das Werk erneut heranzuziehen. Wer dieses Ereignis verpasst, muss sich also nicht grämen: Spätestens im Jahr 2084 besteht zum 180. vermutlich wieder die Chance, den Berliner Oratorien-Chor mit Beethovens „Missa solemnis“ zu erleben.
Termintipp
Mi., 29. April 2026 11:00 Uhr
Kinder & Jugend
Michaels Reise
Paul Hübner (Trompete), Musiker der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Elisabeth Stöppler (Regie)
Mi., 29. April 2026 11:00 Uhr
Tanztheater
Next Level
Mitglieder des Tanzensembles (Choreografie)
Mi., 29. April 2026 11:00 Uhr
Musiktheater
Frid: Das Tagebuch der Anne Frank
Elisabeth Dopheide (Anne Frank), Maximilian Otto (Leitung), Susanne Stein (Rezitation)
Mi., 29. April 2026 12:30 Uhr
Konzert
Bruckner Orchester Linz, Markus Poschner
Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (Auszüge)
Mi., 29. April 2026 12:30 Uhr
Konzert
Davide Bandieri, François Sochard, Daniel Mitnitsky, Stephanie Gurga
Messiaen: Quatuor pour la fin du temps






