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Marta Gardolińska debütiert bei der Kammerakademie Potsdam

Mit französischer Leichtigkeit und Mozart

Die Kammerakademie Potsdam unter Marta Gardolińska und Cellist Jean-Guihen Queyras sorgen für französisches Flair in Leer und Potsdam.

vonRedaktion,

Eigentlich ist Dirigentin Marta Gardolińska als Advokatin polnischen Repertoires bekannt, doch bei diesem Konzert schlägt sie andere Töne an. Die Kammerakademie Potsdam präsentiert mit dem französischen Cellisten Jean-Guihen Queyras Musik seiner Heimat – und von Wolfgang Amadeus Mozart. Wie das zusammenpasst? Bestens, denn die Komponisten Jacques Ibert und Francis Poulenc nehmen in ihren Werken subtil oder offenherzig Bezug auf den Großmeister der Wiener Klassik. Mit seiner Ouvertüre der Oper „Die Hochzeit des Figaro“ steigt das Orchester ins Programm ein. Während Ibert in seiner „Hommage à Mozart“ mit den Eigenarten der Epoche spielt, lässt Poulenc in seiner Sinfonietta die Musik des berühmten Salzburgers fast satirisch anklingen.

Marta Gardolińska: Seit 2021 Musikdirektorin in Nancy

Im Mittelpunkt steht das Cellokonzert von Camille Saint-Saëns, der als einer der wenigen Universalisten der Musikgeschichte gilt. Als Dichter, Philosoph und humorvoller Zeichner war er ebenso aktiv wie als Pianist, Organist, Dirigent – und Komponist. Lange vor seinem berühmten „Karneval der Tiere“ schrieb er sein erstes Konzert für Violoncello. Dessen dramatische und lyrische Passagen werden ein Fest für Jean-Guihen Queyras, der nach ersten Erfolgen in Frankreich international Karriere machte und in Deutschland eine Professur an der Universität Freiburg innehat. Auch die Dirigentin bringt eine Prise Frankreich mit: Seit 2021 ist die gebürtige Polin an der Opéra national de Lorraine in Nancy, dem bedeutendsten Haus im Nordosten Frankreichs, als Musikdirektorin tätig. In kurzer Zeit hat sie sich zu einer gefragten Persönlichkeit am Pult entwickelt – und gibt mit diesem elegant verschränkten Programm ihr Debüt mit der Kammerakademie Potsdam.

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