Playlist Philippe Jaroussky

„Ich könnte das immer und immer wieder hören!“

Countertenor Philippe Jaroussky teilt Stücke und Songs, die man gehört haben sollte.

© Parlophone Records Ltd

Philippe Jaroussky

Philippe Jaroussky

Christian Gerhaher: Schubert – Der Zwerg D 771

© Sony/Gregor Hohenberg

Christian Gerhaher
Christian Gerhaher

Anfang 2020 war ich mit einem Schubert-Programm auf Tournee. Davor habe ich viele Aufnahmen von Kollegen gehört, insbesondere die von Christian Gerhaher: Seine Aussprache und Artikulation sind unbeschreiblich klar, und seine Art zu singen hat mir imponiert. „Der Zwergpasst nicht zu meiner Stimme, aber ich wäre glücklich, wenn es so wäre!

Nina Simone:
Little Girl Blue

© Shutterstock

Nina Simone
Nina Simone

Zu meinem 40. Geburtstag bekam ich von meinen Freunden meine erste Vinyl-Platte geschenkt und kaufte mir wenig später ein Album von Nina Simone. Die meisten kennen „My Baby Just Cares For Me“, doch an den titel­gebenden Track der Platte erinnern sich nur wenige. Sie fängt mit ein paar Tönen auf dem Klavier an, dann kommt diese zarte, beseelte Stimme dazu – fast magisch. Ich könnte das immer und immer wieder hören!

Quatuor Ébène: Beethoven – Große Fuge B-Dur op. 133

© gemeinfrei

Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethoven

Als ich die „Große Fuge“ als Teenager zum ersten Mal hörte, war das ein großer Schock für mich. Dieses Stück ist kompliziert, eine Ode an Bach – im Alter kehren alle Komponisten zu ihm zurück. Ich kenne kein Stück von Beethoven, das so klingt. Es geht über die Musik hinaus ins Metaphysische.

L. Hunt Lieberson: Händel – As With Rosy Steps The Morn aus „Theodora“

© G & H Music

Lorraine Hunt Lieberson
Lorraine Hunt Lieberson

Von Lorraine Hunt Lieberson kann man lernen, was es heißt, der Musik zu dienen. Wenn ich den Sesto in Händels „Giulio ­Cesare“ singe, höre ich sie in meinem Kopf. Bei ihr geht es nicht um Schönheit, sondern um Ausdruck, Spannung, Schmerz: Für mich ist sie die Maria Callas der ­Barockmusik.

Jacob Collier: The Christmas Song
(Chestnuts Roasting On An Open Fire)

© Shutterstock

Jacob Collier
Jacob Collier

Mein Freund Christian Pierre La Marca erzählte mir von diesem verrückten Typen auf Youtube. Was soll ich sagen: Jacob Collier ist großartig und hat soviel Spaß an dem, was er tut! Mit seinem fantastischen Gehör und seiner Vorstellung von Klang, die ich so noch nicht kannte, ist es kein Wunder, dass er im letzten Jahr drei Grammys gewonnen hat.

Samson François: Ravel – Adagio assai aus Klavierkonzert G-Dur

© gemeinfrei

Samson François
Samson François

Ich bin ein großer Fan von Samson François! Er erinnert mich an Serge Gainsbourg: Mit einem Glas Whiskey in der Hand, Zigarette im Mund, in abgetragenen Klamotten. Samson François ist ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht zu clean sein darf, sondern Ecken und Kanten haben muss, um Eindruck zu hinterlassen.

CD-Tipp

La vanità del mondo

Werke von Torri, Scarlatti, Händel u. a.
Philip Jaroussky, Artaserse
Erato

Termine

Freitag, 12.03.2021 15:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Philippe Jaroussky

Öffentliche Masterclass
Samstag, 13.03.2021 20:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Scarlatti: Il primo omicidio (konzertant)

Bruno de Sá (Abele), Christophe Dumaux (Caino), Sandrine Piau (Eva), Kresimir Spicer (Adamo), Yannis François (Voce di Lucifero), Paul-Antoine Bénos-Djian (Voce di Dio), Ensemble Artaserse, Philippe Jaroussky (Leitung)

Dienstag, 16.03.2021 20:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Philippe Jaroussky, Ensemble Artaserse

Werke von Vivaldi & Händel

Freitag, 19.03.2021 19:00 Uhr Konzerthaus Dortmund
  • Freitag, 19.03.2021 21:30 Uhr Konzerthaus Dortmund
    Donnerstag, 17.06.2021 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

    Philippe Jaroussky, Berliner Philharmoniker, Jean-Christophe Spinosi

    Vivaldi: „Mentra dormi, Amor fomenti“ und “Gemo in un puncto e fremo“ aus „L’Olimpiade“ RV 725, Telemann: Konzert e-Moll für Flöte, Blockflöte, Streicher und Generalbass TWV 52:e1, Haydn: Sinfonie Nr. 82 C-Dur „L’Ours“, Rossini: Ouvertüre zu „Di tanti palpiti“, Cavatine „Di tanti palpiti“ aus „Tancredi“, Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“

    Freitag, 18.06.2021 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

    Philippe Jaroussky, Berliner Philharmoniker, Jean-Christophe Spinosi

    Vivaldi: „Mentra dormi, Amor fomenti“ und “Gemo in un puncto e fremo“ aus „L’Olimpiade“ RV 725, Telemann: Konzert e-Moll für Flöte, Blockflöte, Streicher und Generalbass TWV 52:e1, Haydn: Sinfonie Nr. 82 C-Dur „L’Ours“, Rossini: Ouvertüre zu „Di tanti palpiti“, Cavatine „Di tanti palpiti“ aus „Tancredi“, Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“

    Samstag, 19.06.2021 19:00 Uhr Philharmonie Berlin

    Philippe Jaroussky, Berliner Philharmoniker, Jean-Christophe Spinosi

    Vivaldi: „Mentra dormi, Amor fomenti“ und “Gemo in un puncto e fremo“ aus „L’Olimpiade“ RV 725, Telemann: Konzert e-Moll für Flöte, Blockflöte, Streicher und Generalbass TWV 52:e1, Haydn: Sinfonie Nr. 82 C-Dur „L’Ours“, Rossini: Ouvertüre zu „Di tanti palpiti“, Cavatine „Di tanti palpiti“ aus „Tancredi“, Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“

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    Rezensionen

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