Für Katrin Beck und Manuela Kerer, seit 2025 die neue Doppelspitze der Münchener Biennale, stehen in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen im Vordergrund: Zum einen findet die 20. Ausgabe des 1988 von Hans Werner Henze gegründeten Festivals für Neue Musik statt, zum anderen würdigt das Kuratorinnenduo Henzes 100. Geburtstag – mit Produktionen, die sein Schaffen aufgreifen oder reflektieren. Wie gewohnt präsentiert sich die Biennale München als Plattform für experimentierfreudige und zukunftsgerichtete junge Stimmen im Musiktheater, als Labor für neue Ideen und als Debattenforum für gesellschaftlich relevante Themen.
Über die performative Kunst hinaus erweitert sich das Spektrum auch in diesem Jahr um Installationen, Interventionen sowie diskursive und partizipative Formate, die den urbanen Raum beleben und unerwartete Begegnungen ermöglichen. Ein Higlight: „Isithunzi“ – Zulu für Würde und zugleich Geist von Tod und Erneuerung –, das von der inneren Verbindung des Menschen zu seinen Ahnen und einer alles durchdringenden Lebensenergie erzählt. In ihrem ersten Musiktheaterwerk, eine Koproduktion der Münchener Biennale mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden, verbindet die südafrikanische Komponistin Monthati Masebe westliche Instrumente mit afrikanischen Spieltechniken.






