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George-Benjamin

George Benjamin

Der britische Komponist und Dirigent Sir George Benjamin wurde am 31. Januar 1960 in London geboren. Als sechsjähriges Kind hatte er sein künstlerisches Erweckungserlebnis bei einer Vorführung von Disneys „Fantasia“. In der Zeichentrickproduktion von 1940 wird unter anderem Paul Dukas' „Der Zauberlehrling“ in Bildgeschichten umgesetzt. Für sein Studium ging Benjamin zunächst nach Paris zu Olivier Messiaen und setzte seine Ausbildung im Anschluss in Cambridge bei Alexander Goehr fort.

In den 80er-Jahren schrieb Benjamin in erster Linie Instrumentalmusik in unterschiedlicher Besetzung und arbeitete in „Antara“ mit Elektronik. Aus seinem musikdramatischen Schaffen, das erst deutlich später entstand, ist die Oper über den Rattenfänger von Hameln „Into the Little Hill“ aus dem Jahr 2006 hervorzuheben. Außerdem die 2012 beim Festival d’Aix-en-Provence uraufgeführte Oper „Written on Skin“ nach einem Stoff aus dem Mittelalter sowie die am 10. Mai 2018 am Royal Opera House London aus der Taufe gehobenen „Lessons in Love and Violence“ über den englischen König Edward II.

Als Dirigent arbeitet Benjamin mit den führenden Orchestern der Welt, beispielsweise den Berliner Philharmonikern, und tritt an Häusern wie dem Gran Teatre de Liceu in Barcelona, De Nationale Opera in Amsterdam und dem Moskauer Bolschoi-Theater auf. Häufig leitet er die Aufführung eigener Werke und setzt sich darüber hinaus für zeitgenössische Musik ein.

Tournee: George Benjamin in Frankfurt, Köln und Hamburg

Der Rattenfänger ist unterwegs

Gemeinsam mit dem Ensemble Modern macht der britische Komponist und Dirigent George Benjamin eine Deutschland-Tournee. weiter

Interview George Benjamin

„Das Publikum zu unterfordern, wäre respektlos“

Die Werke von George Benjamin bilden dieses Jahr einen Schwerpunkt beim Musikfest Berlin, bei den Berliner Philharmonikern und Elbphilharmonie-Konzerten. Im Interview spricht der Komponist über Unterrichtserfahrungen, frühe Versuche mit Computermusik, das menschliche Gehör und antike Stoffe in seinen Opern weiter