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Rezension Akademie für Alte Musik Berlin – Wranitzky: Sinfonien

Farbenfrohes Geschenk

Ob festlich, tänzerisch oder zart – die Akademie für Alte Musik Berlin findet stets den überzeugenden Ausdruck für Wranitzkys Werke.

vonChristian Lahneck,

Zu ihrem 40. Geburtstag beschenkt sich und uns die Akademie für Alte Musik Berlin mit einem Doppel-Album zu Paul Wranitzky. Neben der Ouvertüre zu „Oberon“ hat sie drei Sinfonien ausgewählt. Vergleichsaufnahmen führen zur Tschechischen Kammerphilharmonie (Naxos) und zu den London Mozart Players (Chandos). Diese neue Aufnahme nun macht klar, warum Wranitzky bei Zeitgenossen hoch im Kurs stand; umgekehrt lässt sich fragen, warum er heute ein Nischendasein führt. Allein der Finalsatz als „La Tempesta“ klingt mitreißend, ebenso das Rondo aus der Sinfonie op. 36, dem alle Gemütlichkeit ausgetrieben wird. Von hoher Empfindsamkeit lebt der langsame Satz aus der Sinfonie „La Paix“, deren Schluss mit Frische, Verve und Präzision gleichermaßen eingefangen wird. Ob festlich, ob tänzerisch, ob heroisch, ob zart – die Akademie für Alte Musik Berlin findet überzeugende Ausdrucksformen für diese Musik.

Akademie für alte Musik
Akademie für alte Musik

Wranitzky: Sinfonien u. a.

Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck (Leitung)
deutsche harmonia mundi

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