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Rezension Anthony Romaniuk – Bells

Wilde Mischung

Anthony Romaniuk spielt Bach auch mal auf einem E-Piano, stattdessen Bartók auf dem Hammerklavier. Eine furiose Reise durch die Musikgeschichte.

vonEcki Ramón Weber,

Wilde Mischung Ein Klavier ist Anthony Romaniuk offenbar nicht genug für seinen musikalischen Gestaltungswillen. Er bedient sich gleich vier unterschiedlicher Tasteninstrumente. Damit unternimmt er einen furiosen Parcours vom Mittelalter bis ins späte 20. Jahrhundert. Alles technisch brillant, mit genau dem richtigen Anschlag, der richtigen Farbmischung, oft federnd, pulsierend oder auch mit perkussiver Wucht. Der Mann weiß genau, was er tut. Auch wenn er eigensinnig Bach mal auf einem Fender Rhodes spielt, einem Klassiker unter den Keyboards. Oder Bartók auf dem Hammerklavier. Dennoch trifft er stilsicher den Kern des jeweiligen Repertoires: hingetupft und irisierend bei Debussy, klangstark als Glockennachhamung bei Byrd, auch die wild motorische Polyphonie Ligetis, das Experimentelle bei Crumb, Traumschönes bei Corea und resolut den Rausch bei Beethoven. Ein abwechslungsreiches, vielfarbiges, klug zusammengestelltes Album, das Bezüge quer durch die Musikgeschichte herstellt.

Bells
Werke von Rameau, Byrd, Beethoven, Debussy, Purcell u. a.

Anthony Romaniuk (Klavier, Hammerklavier, Cembalo & Fender Rhodes)
Alpha

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