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CD-Rezension Antonio Pappano – Rossini

Plappernd und gackernd

Antonio Pappano musiziert Rossinis Opern-Ouvertüren mit Lust, genauem Gespür für Phrasierung, Timing und Humor

vonPeter Krause,

Rossini schreibt eine Musik, die so ganz dem kommunikativen Gebaren seiner Landsleute abgelauscht scheint: Wenn Italiener sich mittteilen, offenbaren sie ihre Extrovertiertheit, ihr übersteigertes Gefühl, mitunter auch ihre Präpotenz, kurz, sie spielen mit der Sprache, die ihrerseits zur Musik wird. Antonio Pappano hört diese Schicht in Rossinis Opern-Ouvertüren mit viel Lust, viel genauem Gespür für Phrasierung, Timing und der Kunst aus, kleine Notenwerte nicht hudelnd, sondern mit der Haltung von Humor und Raffinesse, Leichtigkeit und Lebensgenuss zu musizieren. Da plappern die Pizzicati der Streicher, da gackern die frechen Einwürfe der Holzbläser. Pappano schärft die Temporelationen, was dem Brio und dem Strettaglück zusätzlich auf die Sprünge hilft. Gleichsam als Bonus liefert die CD die entzückende Entdeckung von Rossinis für Bläserquartett geschriebenem frühen Andante e tema con variazione dazu.

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