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CD-Rezension Avi Avital – Between Worlds

Grenzgänger zwischen Ost und West

Mandolinist Avi Avital widmet sich auf seinem zweiten Album Werken von Bartók bis Villa-Lobos

vonJulian Hofer,

Wirklich schöne Musik – wäre da nicht dieses ständige Gezupfe, könnten böse Zungen lästern ob des Gedankens, dass sich ausgerechnet die kleine provinzielle Mandoline großer Klassik-Hits von Bartok, Bloch oder Piazzolla annimmt. Doch Avi Avital macht schnell klar, dass die bauchige Schwester der Gitarre weit mehr als nur ein bisschen Kling-Klang verbreiten kann: Denn der Israeli ist nicht allein ein begnadeter Virtuose, sondern auch ein Künstler, der den Swing hat. Und so präsentiert er sich mit diesem Album tatsächlich als Grenzgänger zwischen Ost und West, erkundet mit seinem Landsmann, dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman, dem Jazz-Akkordeonisten Richard Galliano oder der Harfenistin Catrin Finch die Möglichkeiten, die scheinbar begrenzten Ausdrucksfähigkeiten seines Instruments zu erweitern. Und da Avital den Rhythmus im Blut hat, tanzen die folkloristischen Stücke wie von selbst.

Between Worlds
Tsintsadze: Sachidao & Miniatures on Georgian Folk Themes
Bartók: 6 Rumänische Tänze
Villa-Lobos: Bachianas Brasileiras Nr. 5
Piazzolla: Fugy y misterio
Falla: Siete canciones populares españolas
Monti: Csardas
Bloch: Nigun aus „Baal Shem“
Chaim: Freilach Ron (Klezmer Improvisation)
Dvořák: Vivace ma non troppo aus „Streichquartett Nr. 12“
Traditionals: Bucimis & Hen Ferchetan

Avi Avital (Mandoline), Richard Galliano (Akkordeon), Giora Feidman (Klarinette) u. a.
Deutsche Grammophon

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