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Rezension Chiaroscuro Quartet – Beethoven: Streichquartette op. 18

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2013 hatte das Chiaroscuro Quartet erstmals ein Beethoven-Quartett aufgenommen. Nun hat sich das Ensemble erneut an Beethoven herangetastet – mit Erfolg.

Das Leichte kann schwer sein, wenn es selbstverständlich erscheinen soll. Mozart ist dafür ein beliebter Kronzeuge, doch auch das Finale aus Beethovens erstem Quartett aus op. 18 ist ein willkommenes Beispiel. Das Chiaroscuro Quartet hat sich den ersten drei Werken aus diesem Sixpack gestellt. Bereits 2013 hatte das Ensemble erstmals ein Beethoven-Quartett aufgenommen, doch inzwischen ist man gewachsen, hat sich über Haydn und Schubert nun erneut an Beethoven herangetastet – erfolgreich. In besagtem Schlusssatz aus dem ersten Quartett klingt vieles leicht und noch nah an Haydn. Dieser Ansatz findet sich in allen drei hier vorgestellten Werken, insofern eine stringente Angelegenheit. Das Filigrane und gleichzeitig Nervöse im Finale des dritten Quartetts kommt exzellent zur Geltung. Auch im Scherzo des mittleren Quartetts wird kein Risiko gescheut. Das Chiaroscuro Quartet ist bei Beethoven angekommen.

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© Eva Vermandel

Chiaroscuro Quartet

Chiaroscuro Quartet

Beethoven: Streichquartette op. 18 Nr. 1–3

Chiaroscuro Quartet
BIS

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