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Rezension Claire Huangci – Piano Heroines

Unterschätzte Heldinnen

Claire Huangci ehrt mit pianistischem Fingerspitzengefühl vier Komponistinnen der deutschen und amerikanischen Romantik.

vonJan-Hendrik Maier,

Pianistin Claire Huangci hat ihre Diskografie um ein wichtiges Album erweitert. Auf „Piano Heroines“ vereint die gebürtige US-Amerikanerin knapp zwei Dutzend Werke von Amy Beach, Florence Price, Fanny Hensel und Clara Wieck – letztgenannte Komponistinnen sind bewusst mit ihrem Geburtsnamen aufgeführt, da die vorliegenden Stücke vor der Heirat mit Felix Mendelssohn respektive Robert Schumann vollendet wurden. Huangci haucht der Musik mit delikatem Fingerspitzengefühl, zupackender Dramatik, lyrischer Klangrede und einer gesunden Prise Pathos künstlerisches Leben ein. Angenehm virtuos tönt Beachs „Fantasia Fugata“, bildhaft romantisch wirkt Wiecks „Ballet des revenants“, während Hensels „Serenade“ aus dem Zyklus „Das Jahr“ fast zum Mitsingen einlädt. Mit harmonischen Eigenwilligkeiten und Einflüssen aus der afroamerikanischen Volksmusik heben sich Florence Prices Stücke am deutlichsten ab. Huangci beweist, dass das Œuvre aller vier Komponistinnen aus künstlerischer Warte mehr Aufmerksamkeit verdient. Fortsetzung unbedingt erwünscht!

Piano Heroines
Hensel: Capriccio h-Moll & Das Jahr (Auszüge), Wieck: Notturno, Caprice à la Boléro, Le Ballet des revenants, Romanze & Polonaise, Beach: Fantasia Fugata op. 87, Cradle Song of the Lonley Mother op. 108 & Vier Skizzen op. 15, Price: Fantasie Nègre, Meditation, Waltz of the Spring Maid, Your Hands in Mine & Cotton Dance

Claire Huangci (Klavier)
Alpha

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