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CD-Rezension Debussy – Sonaten und Klaviertrios

Prächtiger Auftakt

Brillant harmonieren die verschiedenen Besetzungen und lassen interpretatorisch keinen Zweifel an ihrer Sicht auf Debussy

vonJohann Buddecke,

Debussys späte Kammermusikwerke, komponiert in den Wirren des Ersten Weltkriegs, besinnen sich nicht von ungefähr auf die französische Barockmeister. Er wollte, gebrochen von den Grausamkeiten des Krieges in Europa, in sechs geplanten Sonaten ein nationales Zeichen setzen – eine Rückschau auf die Hochphase französischer Kammermusik lag da nahe. Die drei vollendeten, nun vom französischen Who’s who der Klassikszene eingespielten Werke lassen die tragischen Entstehungsumstände vollends in den Hintergrund treten. Brillant harmonieren die verschiedenen Besetzungen und lassen interpretatorisch keinen Zweifel an ihrer Sicht auf Debussys kammermusikalischer Klarheit und Eleganz. Gelungen ist auch die Verbindung mit Debussys frühem Klaviertrio, dessen charmant-melodiöser Charakter im Andante espressivo ein gelungener Kontrast zu der melancholischen Tonsprache der Sonaten darstellt. Ein prächtiger Auftakt zum Debussy-Jahr 2018.

Debussy: Sonaten und Klaviertrios
Klaviertrio G-Dur, Cellosonate d-Moll, Syrinx, Violinsonate g-Moll, Sonate für Flöte, Viola & Harfe

Renaud Capuçon (Violine), Emmanuel Pahud (Flöte), Gérard Caussé (Viola), Edgar Moreau (Violoncello), Marie-Pierre Langlamet (Harfe), Bertrand Chamayou (Klavier)
Erato

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