Klavier und Harfe? Ist das nicht zuviel des Guten? Perlt und klingelt es da nicht überall auf rosaroten Glitzer-Wölkchen? Nicht, wenn so beherzt und zupackend musiziert wird, wie es auf dieser Neueinspielung geschieht: Das aus der Schweiz stammende Duo Praxedis hat sich vier europäische Komponisten der Frühklassik vorgenommen, wenig bekanntes Repertoire, Variationszyklen für die Duo-Besetzung. Das Ergebnis ist entwaffnend sympathisch. Denn hier wird, perfekt aufeinander eingespielt, mit Schwung an die Sache gegangen, pointiert in der Phrasierung, mit tänzerisch bewegten Momenten und dramatischen Augenblicken, aber auch mit rauschendem Zauber. Die Stücke haben Esprit, Witz, changieren auch mal ins Düstere. Die beiden Musikerinnen geben dem Ganzen rhythmischem Antrieb und Spannkraft. Klischees süßlicher Harfentöne werden nonchalant aufgelöst. Und auch das Klavierspiel wird davon nicht infiziert. Eine sehr anregende kammermusikalische Erkundung.
CD-Rezension Duo Praxedis
Erfrischende Erkundungen
Kein bisschen süßlich oder klebrig: Das beweist das Duo Praxedis mit Hausmusik-Repertoire aus der Frühklassik
-
Das Schweizer Mutter-Tochter-Gespann Duo Praxedis – bestehend aus der Harfenistin Praxedis Hug-Rütti und der Pianistin Praxedis Geneviève Hug – belebt seit Anfang der 2010er Jahre die fast vergessene Tradition des Duos für Harfe und Klavier mit verblüffender Klangfantasie und stilistischer Weite. Entstanden…
Mehr auf dem Künstlerportal
-
„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
Newsletter
Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!


