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Rezension Francesco Piemontesi – Mozart

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Francesco Piemontesi verfügt sowohl über das Handwerkszeug als auch das Bewusstsein für die divergenten Haltungen in Mozarts Klavierkonzerten.

Mozart gehört nicht unbedingt zum Lieblingsrepertoire junger Virtuosen. Das dürfte vor allem daran liegen, dass in Mozarts Musik vor allem artikulatorische und klangliche Differenzierungsfähigkeit gefragt sind, dazu gilt es, das rechte Maß zu finden zwischen subjektiver Anverwandlung und Treue zum Notentext. Der Schweizer Francesco Piemontesi verfügt sowohl über das Handwerkszeug als auch das Bewusstsein für die divergenten Haltungen in Mozarts Klavierkonzerten, die im Konzert B-Dur KV 595 fast opernhafte Züge annehmen können. Wie sein Lehrer Alfred Brendel ist auch der 37-jährige Piemontesi ein Meister, was pianistische Quasi-Orchestrierung anbelangt: Er kann, wie im Larghetto von KV 595, das Klavier singen lassen, besticht aber, etwa im Rondo-Finale von KV 459, auch über eine breite Palette an Non-legato-Abstufungen. Mit dem schon von Brendel geschätzten Scottish Chamber Orchestra ergänzt er sich ideal.

© Benjamin Ealovega

Francesco Piemontesi

Francesco Piemontesi

Mozart: Klavierkonzerte 19 & 27

Francesco Piemontesi (Klavier), Scottish Chamber Orchestra, Andrew Manze (Leitung)
Linn

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