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Rezension Franco Fagioli – Veni, Vidi, Vinci

Virtuose Brillanz

Die Vinci-Anthologie von Countertenor Franco Fagioli und Il Pomo d’Oro ist eine stratosphärische Gesamtleistung.

vonRoland H. Dippel,

Künstlerische Intelligenz und charismatische Vollendung: Der Idealinterpret exponierter Kastratenpartien befindet sich im Zenit von Gestaltungskraft, physischer Kondition und Reichtum des vokalen Materials. Trotz gerundeter Kondition für die heroischen Arien ist Franco Fagioli in den Stücken pastoralen, verführerischen und tonmalerischen Charakters, darunter sieben Weltersteinspielungen, noch faszinierender. Il pomo d’Oro harmoniert mit Fagioli ideal. Als Opernkomponist gestaltete Vinci in Neapel um 1725 einen vokalen Generationenwechsel, wie er sich ähnlich hundert Jahre später bei Pacini und Donizetti wiederholen sollte. Sofern Fagioli überhaupt vokale Vorsicht nötig haben sollte, kaschiert der argentinische Countertenor sie brillant. Insgesamt ist seine Vinci-Anthologie auch darin eine stratosphärische Gesamtleistung, dass die Kategorien Virtuosität, Schönheit und Ausdruck gegenstandslos werden.

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Franco Fagioli © Igor Studio
Franco Fagioli © Igor Studio

Veni, Vidi, Vinci
Arien von Vinci

Franco Fagioli (Countertenor), Il Pomo d’Oro, Zefira Valova (Leitung)
Deutsche Grammophon

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