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Rezension Guy Braunstein – Abbey Road Concerto

Fulminant

Guy Braunstein hat die Beatles für sich entdeckt. Ergänzt wird seine augenzwinkernde Eigenkomposition mit britischen Klassikern der Moderne.

vonEcki Ramón Weber,

„Wir hatten zu Hause ein Beatlemania-Problem“, erklärt Guy Braunstein im Booklet-Interview seiner neuen CD. Sein Sohn wollte ständig, dass der Geiger etwas von der legendären Band spielt. So kam es schließlich, dass Braunstein sein „Abbey Road“-Konzert schrieb, mit Material aus der gleichnamigen letzten Platte der Beatles: Nach dem Öffnen eines fulminanten Klangvorhangs werden in einzelnen Sätzen Nummern aus dem Beatles-Album zitiert, von „Come Together“ bis „Here Comes the Sun“. Braunstein geht mit Augenzwinkern und Charme vor. Das Ganze muss ihm viel Spaß gemacht haben. Mal gibt es feierliche Stilanleihen bei Bach und neobarocken Zierrat, mal virtuose Soloeinlagen, dann wird es auch musikantisch, leichtfüßig, duftig, ruppig, rockig, bluesig, dramatisch. Braunstein schlägt vielfache Funken aus den Pop-Vorlagen. Lässt seine Violine natürlich glänzen und ist ein Meister in den Orchesterfarben. Dazu gibt es noch Solo-Orchestermusik von britischen Klassikern der Moderne. Alles großartig mit den Kräften aus Liège und Dirigentin Alondra de la Parra eingespielt.

Guy Braunstein
Guy Braunstein

Braunstein: Abbey Road Concerto, Vaughan Williams: The Lark Ascending, Delius: Violinkonzert

Guy Braunstein (Violine), Orchestre Philharmonique Royal de Liège, Alondra de la Parra (Leitung)
Alpha

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