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Rezension Heinz Holliger – Schubert: Sinfonien Nr. 2. & 3

Durchmischt

Schuberts Sinfonien geraten Heinz Holliger und dem Kammerorchester Basel etwas zu zaghaft, die Opernouvertüren hingegen überzeugen auf voller Linie.

vonEcki Ramón Weber,

Haben Heinz Holliger und das Kammerorchester Basel im vergangenen Jahr Franz Schubert in seinen Sinfonien Nr. 1 und Nr. 5 als jungen Wilden gezeigt, fahren sie nun in den Sinfonien Nr. 2 und Nr. 3 mehr auf Sicherheit. Zwar ist der drängende Zug vorhanden, Vitalität sowieso, differenzierte Klangräume ergeben sich. Die Lust an dieser Musik ist spürbar, ausgefeilt werden Farbschichten auf- und abgeblendet. Und dennoch fehlt die letzte Prise an Prägnanz und Wagnis bei diesen Sinfonien, in denen Schubert experimentierte. Holligers Klangimagination kann erahnt werden, das Kammerorchester Basel setzt diese jedoch nicht bis zur letzten Konsequenz um. Mitunter wird es sogar zu glatt, zu melodienselig. Manche Einsätze geraten zu zaghaft. Wie ausgewechselt wirken dagegen alle Beteiligten bei den beiden Opernouvertüren von Schubert. Hier überzeugt alles, die mitreißende Dramatik, der entschlossene Pinselstrich bei den Farben, die präzise gestochenen Konturen.

Heinz Holliger
Heinz Holliger

Schubert: Sinfonien Nr. 2. & 3, Alfonso und Estrella-Ouvertüre & Des Teufels Lustschloss-Ouvertüre

Kammerorchester Basel, Heinz Holliger (Leitung)
Sony Classical

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