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Rezension Isabelle Courret & Cyprien Katsaris

Heterogen

Harfenistin Isabelle Courret und Pianist Cyprien Katsaris haben sich mit diesen Bearbeitungen keinen Gefallen getan.

vonEcki Ramón Weber,

Es gibt eine Menge an Originalliteratur für die Duobesetzung Harfe und Klavier. Nur die seien nicht so „signifikant“, heißt es im Booklet. Deshalb also Bearbeitungen? Zunächst Rachmaninow, Teile aus den „Fantaisie-tablaux“: Die heterogenen Klangfarben von Harfe und Klavier erweisen sich hier als Defizit. Wo es um rauschhaftes Verschmelzen gehen soll und um klangliches Vexierspiel, kommt es nicht zusammen. Ähnlich verhält es sich bei Albéniz’ Pavana-Capricho. In Piazzollas Histoire du Tango gerät alles viel zu romantisierend, vor allem angesichts dieser modernen urbanen Tangos. Die Klavierauszug-Version von Reineckes Harfenkonzert wird beseelt und funkelnd gespielt, wobei manches duftiger und federnder im Adagio sein könnte. Die Originalduos des zeitgenössischen Komponisten Régis Chesnau schließlich gehen über seichtes New Classic-Gewaber nicht hinaus. Isabelle Courret und Cyprien Katsaris haben sich hier keinen Gefallen getan.

Harp Meets Piano
Werke von Rachmaninow, Reinecke, Piazzolla, Chesneau & Albeniz

Isabelle Courret (Harfe), Cyprien Katsaris (Klavier)
Piano 21

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