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Rezension Isabelle Faust – Schumann: Klavierquartett

Bewegt

Isabelle Faust und ihre künstlerischen Partner machen aus Schumanns Klavierquartett und -quintett hochkarätige Momente der Kammermusik.

vonChristoph Vratz,

Ihrer langen Reihe an Kammermusikaufnahmen hat Isabelle Faust nun einen Hochkaräter mit Robert Schumanns Klavierquartett und -quintett hinzugefügt. Abermals an ihrer Seite: Jean-Guihen Queyras und Alexander Melnikov, diesmal auf einem französischen Pleyel-Flügel von 1851, außerdem: Antoine Tamestit und (bei op. 44) Anne Katharina Schreiber. Das wirkt alles geleichermaßen genau geprobt wie spontan realisiert. Schon der Wechsel zwischen „Sostenuto“ und „Allegro“-Abschnitt zu Beginn des Quartetts zwingt zum Hinhören. Raunend-nervös das Scherzo, arios das Andante, furios das Finale. Auch in der um eine zweite Geige verstärkten Quintett-Besetzung findet das Ensemble zu einem romantischen, in Schumanns Sinne poetischen Ansatz. Ausgewogen bei den dynamischen Maßgaben und den gewählten Zeitmaßen überzeugt die Aufnahme durch überzeugende Phrasierung: wendig, bewegt und zugleich kontrolliert im Detail.

Isabelle Faust
Isabelle Faust

Schumann: Klavierquartett Es-Dur op. 47 & Klavierquintett Es-Dur op. 44

Isabelle Faust & Anne Katharina Schreiber (Violine), Antoine Tamestit (Viola), Jean-Guihen Queyras (Violoncello), Alexander Melnikov (Klavier)
Harmonia Mundi

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