Startseite » Rezensionen » Blick auf Dresden

CD-Rezension Jan Vogler spielt Schumann

Blick auf Dresden

Kerniger Schumann aus Dresden: Jan Vogler hat sein Stradivari-Cello mit Darmsaiten bespannt und meistert den Solopart ohne Mätzchen

vonChristian Lahneck,

Im Jahr 2012 wurde das Dresdner Festspielorchester von Jan Vogler gegründet. Jetzt ist es mit ihm als Solist und Ivor Bolton am Pult mit Schumanns Cellokonzert und dessen zweiter Sinfonie erstmals auf CD hören – Werke mit ureigenem Dresden-Bezug. Übrigens eine Aufnahme, die nur durch „Crowdfunding“ im Internet finanziert werden konnte. Vogler hat sein Stradivari-Cello mit Darmsaiten bespannt und meistert den Solopart ohne Mätzchen. Ein schlanker Schumann, sensibel, gedankenschwer. Überzeugender jedoch gerät die Einspielung der Sinfonie, die Bolton kernig und forsch spielen lässt, so unverblümt, als würde er allen Romantizismen von vornherein misstrauen. Mendelssohneskes Scherzo, knirschende Bläser im Finale – es gibt eine Reihe von Entdeckungen zu machen, vor allem mit Blick auf die zwei Seelen in Schumanns Brust, Florestan und Eusebius.

Schumann: Cellokonzert a-Moll op. 129 & Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
Jan Vogler (Violoncello), Dresdner Festspielorchester, Ivor Bolton (Leitung)
Sony Classsical

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

  • Tag 7
    Der Klingende Adventskalender: 7. Dezember 2025

    Tag 7

    Heute können Sie dank unseres Klingenden Adventskalenders wieder einen tollen Preis gewinnen. Können Sie unser Musikrätsel lösen? Probieren Sie es am besten gleich aus!

Anzeige

Audio der Woche

Stimmungsvolle italienische Weihnachtmusik mit dem grandiosen Chor des Bayerischen Rundfunks

Auf seinem neuen Album präsentiert der Chor Weihnachtsmusik aus Italien. Darunter die „Lauda per la natività del Signore“ von Ottorino Respighi sowie sizilianische Weihnachtslieder in Bearbeitungen von Howard Arman, der auch als Dirigent dieser Aufnahme agiert.

jpc Logo
Amazon Logo
Apple Music Button

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!