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CD-Rezension Marina Rebeka – Amor fatale

Melancholie und Glanz

Selten wohl sind Liebe und Leid so im Einklang wie in dieser Sammlung, gebannt durch Melancholie und Glanz

vonRoland H. Dippel,

In unerschöpflicher Leuchtkraft reihen sich die Töne der lettischen Sopranistin. Für ihr Recital suchte Marina Rebeka in den Handschriften Gioachinos Rossinis nach noch unerschlossenen Geheimnissen seiner Musik. So ist es nicht verwunderlich, dass keine einzige komödiantische Figur auf ihrem Album „Amor fatale“ erscheint. Im Zentrum der Auswahl stehen die tragisch endende Anna Erisso aus „Maometto secondo“ und die am Rütli auf ihre verbotene Liebe wartende Habsburger Prinzessin Mathilde aus „Guillaume Tell“. Selten wohl sind Liebe und Leid so im Einklang wie in dieser Sammlung, gebannt durch Melancholie und Glanz. Das Münchner Rundfunkorchester huldigt seiner allerersten Artist in Residence mit Inbrunst und zeigt unter Marco Armiliato, dass es für dieses Fach erste Wahl ist. Mit diesem Gefolge zaubert Marina Rebeka sogar aus der Dämonie der bösen Armida ein hymnisches Liebescredo.

Amor fatale
Rossini: Arien aus Otello, Armida, La Donna del lago, Maometto secondo, Semiramide, Moise et Pharaon & Guillaume Tell

Marina Rebeka (Sopran), Münchner Rundfunkorchester, Marco Armiliato (Leitung)
BR-Klassik

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