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Rezension Shirley Brill – Roots

Frisch und unaufdringlich virtuos

Klarinettistin Shirley Brill und Pianist Jonathan Aner schürfen von Schumann bis Lutosławski nach Folkloreeinflüssen.

vonEcki Ramón Weber,

Ein Plus auf dem neuen Album Roots von Klarinettistin Shirley Brill und Pianist Jonathan Aner ist schon die Zusammenstellung: Sie nehmen das Folkloristische aus der Romantikecke, indem sie Clara und Robert Schumann mit Vertretern der Moderne verbinden, mit Penderecki, Lutosławski und Weinberg. Brill demonstriert dabei die enorme Wandlungsfähigkeit ihres Instruments, das in seiner Ausdruckskraft das Zeug zur Singstimme hat: Lebhafte, farbintensive Gesten, markante Phrasierung, großes Ausdrucksspektrum. Und das Schönste dabei: Alles wirkt, als ob diese Musik gerade erst ein spontaner Einfall gewesen wäre. Gleichzeitig zeigt sie sich unaufdringlich virtuos, wie sie etwa bei Clara Schumann rasant zwischen innigem Legatospiel, keckem Staccato, übermütigen Schlenkern und brillanten Trillern wechselt. Jonathan Aner erweist sich am Klavier als ebenbürtiger Partner, der den Ausdruck tatsächlich substanziell ergänzt.

Shirley Brill
Shirley Brill

Roots
Werke von R. & C. Schumann, Penderecki, Weinberg & Lutosławski

Shirley Brill (Klarinette), Jonathan Aner (Klavier)
Hänssler Classic

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