Im Brennpunkt der Entwicklungen

Rezension Asya Fateyeva – Jonny

Im Brennpunkt der Entwicklungen

Welche Rolle das damals noch recht junge Saxofon in den 1920er-Jahre spielte, zeigt das neue Album von Asya Fateyeva.

Die 1920er-Jahre waren musikalisch eine enorm bewegte Zeit. Die neue Wiener Schule um Schönberg und Webern arbeitete an der Auflösung der Tonalität, während sich Komponisten wie Ravel, Krenek oder Strawinsky auch vom Jazz inspirieren ließen. Und auf welche Weise das damals noch recht junge Saxofon genau im Brennpunkt dieser Entwicklungen stand, zeigt das neue Album der Saxofonistin Asya Fateyeva auf musikalisch interessante Weise. Von Weberns aphoristischem Quartett op.22 über Hindemiths Trio op. 47 bis zu schmissigen Arrangements aus Weills „Dreigroschenoper“ und Kreneks „Jonny spielt auf“ reicht das Spektrum der Werke, von denen einige versuchen, das Saxofon als „klassisches“ Instrument zu etablieren, andere bewusst das Jazzidiom nutzen. Dazu zählt auch Schulhoffs „Hot-Sonate“, die freilich in der Bearbeitung des Klaviersatzes für Streichquartett einiges an rhythmischer Kontur verliert.

© Gregor Hohenberg

Asya Fateyeva

Asya Fateyeva

Jonny
Schulhoff: „Hot-Sonate“ für Saxofon & Streichquartett
Busch: Quintett für Saxofon & Streichquartett op. 34
Webern: Quartett op. 22
Krenek: Jonny spielt auf-Suite
Hindemith: Trio op. 47
Weill: Die Dreigroschenoper-Suite

Asya Fateyeva (Saxophon), Florian Donderer (Violine), Emma Yoon (Violine), Yuko Hara (Viola), Tanja Tetzlaff (Violoncello), Stepan Simonian (Klavier), Shirley Brill (Klarinette)
Berlin Classics

Weitere Rezensionen

Rezension Shirley Brill – Roots

Frisch und unaufdringlich virtuos

Klarinettistin Shirley Brill und Pianist Jonathan Aner schürfen von Schumann bis Lutosławski nach Folkloreeinflüssen. weiter

Rezension Lars Vogt – Schubert: Klaviertrios

Abbild des Lebens

Eine seiner letzten Aufnahmen: Gemeinsam mit dem zu früh verstorbenen Lars Vogt loten Tanja und Christian Tetzlaff den Schubertschen Kammermusik-Kosmos exemplarisch und akzentuiert aus. weiter

Rezension Asya Fateyeva – Time Travel

Beatles fressen Purcell

Auf dem Album „Time Travel“ haben Saxofonistin Asya Fateyeva und die Lautten Compagney Berlin die Beatles mit Purcell kombiniert – doch das Ergebnis enttäuscht. weiter

Termine

Mittwoch, 20.03.2024 19:30 Uhr August Everding Saal Grünwald

Time Travel

Klassik Plus
Montag, 08.04.2024 20:00 Uhr Arithmeum Bonn

The Spirit of Johann Sebastian Bach

Asya Fateyeva (Saxofon), Andreas Borregaard (Akkordeon), Eckard Runge (Violoncello)

Sonntag, 14.04.2024 19:30 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Asya Fateyeva, Andreas Borregaard, Eckart Runge

J. S. Bach: Goldberg-Variationen BWV 988, Werke von Dvořák, Bartók & Piazzolla

Dienstag, 23.04.2024 18:00 Uhr Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Sonntag, 12.05.2024 17:00 Uhr Staatsoper Hannover

Asya Fateyeva, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover, Ainārs Rubiķis

Mussorgski: Ouvertüre und Gopak zu „Der Jahrmarkt von Sorotschinzy“ & Bilder einer Ausstellung, Glasunow: Saxofonkonzert op. 109

Montag, 13.05.2024 19:30 Uhr Staatsoper Hannover

Asya Fateyeva, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover, Ainārs Rubiķis

Mussorgski: Ouvertüre und Gopak zu „Der Jahrmarkt von Sorotschinzy“ & Bilder einer Ausstellung, Glasunow: Saxofonkonzert op. 109

Donnerstag, 27.06.2024 19:30 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Shirley Brill, Albrecht Menzel, David Stromberg, Florian Uhlig

Moór: Prélude op. 71/4, Brahms: Klarinettentrio a-Moll op. 114, Messiaen: Quatuor pour la fin du temps

Dienstag, 12.11.2024 19:30 Uhr August Everding Saal Grünwald

Sebastian Manz, Dag Jensen, Felix Klieser, Franziska Hölscher, Wen Xiao Zheng, …

Nielsen: Serenata in vano, Françaix: Streichtrio, Beethoven: Septett Es-Dur op. 20

Montag, 14.04.2025 19:30 Uhr Cinema Quadrat Mannheim

Suites4Nature

Tanja Tetzlaff (Violoncello)

Kommentare sind geschlossen.