Individuell

Rezension Zlata Chochieva – Im Freien

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Zlata Chochieva entwirft mit pianistischer Bravour und imaginativer Kraft ein Panorama an Naturvertonungnen von Schumann bis Bartók.

„Im Freien“ scheint ein etwas lapidarer Titel für ein Album, das sich mit musikalischer Naturdarstellung befasst – doch der Titel bezieht sich auf Béla Bartóks gleichnamigen, wenig bekannten Klavierzyklus, aus dem Zlata Chochieva die „Klänge der Nacht“ als finales Stück ihrer Doppel-CD gewählt hat. Und damit gleichsam den Reigen schließt, der mit „Eintritt“ aus Schumanns „Waldszenen“ beginnt und in dessen Verlauf man einiges von dem zu hören bekommt, was vor allem romantische Komponisten an Naturvertonungen geschaffen haben. Schumanns „Waldszenen“ bilden in ihrer poetischen Verdichtung dabei gleichsam das Vorbild für Ravels ungleich anspruchsvollere „Miroirs“, die Zlata Chochieva mit ebensolch imaginativer Kraft und pianistischer Bravour in Klang setzt wie zwei Liszt’sche Etüden und Felix Draesekes „Petite Histoire“ – letzeres ebenso eine Entdeckung wie Adolf Schulz-Evlers funkelnde Paraphrase über Johann Strauss’ Donauwalzer. Der etwas gedeckte, aber gleichwohl farbenreiche Klang des Bechstein D282 verleiht dieser insgesamt fabelhaften Produktion noch eine individuelle Note.

© Uwe Arens

Zlata Chochieva

Zlata Chochieva

Im Freien
Schumann: Waldszenen op. 82, Ravel: Miroirs, Liszt: Feux follets & Chasse-neige, Draeseke: Petite histoire op. 9, Schulz-Evler: Arabasken über „An der schönen blauen Donau“, Bártok: Klänge der Nacht

Zlata Chochieva (Klavier)
Naīve

Termine

Montag, 08.04.2024 20:00 Uhr Villa Papendorf Papendorf

Hyeyoon Park, Zlata Chochieva

Mozart: Sonate F-Dur KV 376, Takemitsu: Distance de fée, Debussy: Violinsonate g-Moll, Vaughan Williams: The Lark Ascending, Grieg: Violinsonate c-Moll op. 45/3

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