Termintipp

Schubertiade

Solist und Kammermusiker mit verblüffendem Feingefühl: Der französische Pianist David Kadouch reizt die vielseitigen Möglichkeiten seines Instruments vorzüglich aus

© Grégory Favre/Erato

David Kadouch

David Kadouch

„Manchmal fühle ich mich wie ein sehr engagierter Handwerker. Ich genieße es, mich in der Arbeit und den Klängen des Klaviers zu verlieren“. Bereits als Kinder fingen David Kadouch und seine Schwester mit dem Pianospiel an. Doch während die Schwester den Spaß daran verlor, verliebte sich Kadouch geradezu in sein Instrument. Und so handelt es sich bei seinen Interpretationen tatsächlich um höchste pianistische Kunst, die hör- und fühlbar ist: Er moduliert die Werke, sein Spiel ist sehr weich, seine Anschläge außerordentlich differenziert.

Der 1985 in Nizza geborene französische Pianist besuchte nicht nur das Pariser Konservatorium, er nahm auch an Meisterkursen bei solch renommierten Lehrern wie Murray Perahia, Maurizio Pollini oder Daniel Barenboim teil. Mit verblüffendem Feingefühl und herausragendem Können reizt Kadouch die vielseitigen Möglichkeiten seines Instruments vorzüglich aus. Dabei ist er nicht nur als Solist tätig, auch als Kammermusiker beweist er sein bemerkenswertes Talent: „Kammermusik ist mir sehr wichtig. Außerdem ist das Repertoire so groß und atemberaubend schön, dass es eine Tragödie wäre, dies nicht zu genießen.“

Während Kadouch sich auf seiner CD „En plein air“ den solistischen Werken von Bach, Schumann, Janáček und Bartók mit großer Leidenschaft befasst, bringt er mit den Münchner Symphonikern Franz Listzs Bearbeitung von Schuberts „Wanderer-Fantasie“ zum Klingen. (Burkhard Schäfer)

Interpreten

David Kadouch (Klavier)
Münchner Symphoniker
Kevin John Edusei (Leitung)

Programm

Schubert: Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200
Schubert/Liszt: Wanderer-Fantasie op. 15 D 760
Schubert/Newbould: Sinfonie E-Dur D 729

Vergangene Termine

Sonntag, 13.01.2019
11:00 Uhr
Herkulessaal

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