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Hamburger Ballett-Tage

Wunderland

Eine Wasserpfeife rauchende Raupe, eine Katze, deren Grinsen breiter ist als ein Halbmond, und ein verrückter Hutmacher, der zur Teeparty lädt? Das klingt nach purem Nonsens! Gerade durch seine spielerisch-fantastischen Figuren, die Realität und Logik bewusst verdrehen, sind Lewis Carrolls 1865 erstmals erschienenes Kinderbuch „Alice im Wunderland“ und dessen Fortsetzung „Alice hinter den Spiegeln“ seit über 150 Jahren anspielungsreiche und ungebrochene Klassiker der Popkultur. Der Schriftsteller und Mathematiker karikiert darin humorvoll seine Zeitgenossen ebenso wie das strenge viktorianische Erziehungskorsett, indem seine Titelheldin dem unlogischen Regelwerk mit kindlicher Verwunderung begegnet und es damit subtil infrage stellt. Bis heute bietet diese fantastische Welt nahezu unerschöpfliches Potenzial für neue Lesarten. So präsentiert das Hamburg Ballett zum Saisonfinale mit „Wunderland“ eine tänzerische, abendfüllende Adaption beider Romane. Als Choreograf konnte der international gefragte Ballettexperte Alexei Ratmansky gewonnen werden, der nun erstmals in Hamburg eine Uraufführung gestaltet.

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